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FPÖ schließt Schnell-Anhänger aus Partei aus

FPÖ-Sitzung in Wien: Haimbuchner, Strache und Schöppl. APA/HELMUT FOHRINGER
ABD0048_20150616 - WIEN - ?STERREICH: (v.l.) Der ober?sterreichische FP?-Landesparteichef Manfred Haimbuchner, FP?-Parteiobmann Heinz-Christian Strache und der neue Salzburger FP?-Landesparteiobmann Andreas Sch?ppl am Dienstag, 16. Juni 2015, anl. einer Sitzung des FP?-Bundesparteivorstands im Parlament in Wien. - FOTO: APA/HELMUT FOHRINGER

Im FPÖ-Bundesparteivorstand wurden am Dienstag jene Salzburger aus der Partei ausgeschlossen, die dem ehemaligen Klubchef Karl Schnell folgen. Sie haben sich durch eine Neugründung in Salzburg "selbst aus der Partei genommen", erklärte Parteiobmann Heinz-Christian Strache gegenüber ORF und APA. Auch dem Pinzgauer Bezirkschef Markus Steiner wurde die Parteimitgliedschaft gekündigt.

Die Neuordnung in Salzburg sei mit Andreas Schöppl "auf Schiene", so Strache. Alle Vorfeldorganisationen und die Bezirke würden ihn unterstützen. Die FPÖ sei nicht auf "Mandatssicherung" aus. "Reisende soll man nicht aufhalten", kommentierte Strache die Anhänger Schnells: "Wir wollen einen ehrlichen und nachhaltigen Weg." In der Vorstandssitzung sollen die Ausschlüsse nun bestätigt werden. Gegen den von Schnell geplanten Parteinamen wolle man "selbstverständlich" vorgehen.

Pinzgauer Bezirkschef Steiner ausgeschlossen

Mit den Parteiausschlüssen kommt es nun auch in einigen Salzburger Bezirken zum Umbau. Zusätzlich hat Landesparteiobmann Andreas Schöppl auch den Pinzgauer Bezirkschef Markus Steiner wegen "Gefahr in Verzug" aus der Partei ausgeschlossen. Steiner würde Rosemarie Blattl nachrücken, falls diese den Landtag verlässt.

Der Pinzgauer hatte sich zuletzt ebenfalls hinter den gefeuerten Klubchef und Ex-Landesobmann Karl Schnell gestellt. Die Positionen der Bezirksparteiobmänner würden nun statutenkonform jeweils ihre ältesten Stellvertreter übernehmen, so Schöppl. Im Lungau ist dies Gemeindevertreter Ernst Lassacher aus St. Michael, im Pinzgau der Saalfeldener Stadtrat Thomas Schweighart und im Tennengau Hans Lenz aus Hallein. "Die jeweiligen Stellvertreter haben mir ihre vollste Unterstützung zugesagt, um den freiheitlichen Weg gemeinsam mit der Landes- und Bundespartei zu gehen", sagte der Landesobmann.

Außerordentliche Parteitage in den Bezirken geplant

Ende Juni und Anfang Juli werden in den Bezirken außerordentliche Parteitage mit der Wahl der Obleute stattfinden. Die genauen Termine werden in einigen Tagen feststehen, sagte der wieder im Amt befindliche Landesgeschäftsführer Hermann Kirchmeier auf Anfrage. Anschließend folgt am 13. Juli der Landesparteitag.

Persönlicher Disput zwischen Schnell und Strache

Dass Schnell ihn als "größenwahnsinnig" bezeichnet habe, wundert Strache. Hierbei verwechsle Schnell etwas und meine sich persönlich. Strache zeigte sich "sehr enttäuscht" vom ehemaligen Klubchef. Dieser habe parteischädigend gehandelt.

Sitzung im Wiener Parlament/APA/Fohringer Salzburg24
Sitzung im Wiener Parlament/APA/Fohringer

Situation in Salzburg "äußerst besorgniserregend"

Es sei "natürlich nicht angenehm, wenn man jemanden verliert, aber manchmal notwendig", meinte Hofer zu dem Verlust der Mandatare. Die Situation in Salzburg sei jedenfalls "äußerst besorgniserregend" gewesen. Eine Entscheidung sei notwendig gewesen, so Hofer.

(APA)

(Quelle: S24)

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