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Froschklauber bringen 30.000 Tiere sicher über die Straßen

Froschklauber werden für Amphibien oft zu Lebensrettern. LMZ Salzburg/Kyek
Froschklauber werden für Amphibien oft zu Lebensrettern.

Frösche und Straßenverkehr: Diese Kombination ist gefährlich und wird den Tieren oft zum Verhängnis. Dank dem Einsatz von mehreren hundert Helfern und ausgeklügelten Systemen können die Tiere sicher die Straßen queren. Hier lest ihr, wie das funktioniert.

Rund 30.000 Amphibien und Reptilien wurden im Jahr 2017 sicher über Salzburgs Straßen gebracht, bilanzierte heute die Naturschutzabteilung des Landes Salzburg. Am Projekt "Amphibienschutz an Salzburgs Straßen" beteiligten sich Mitarbeitende der Straßenmeistereien, der Gemeinden, der Berg- und Naturwacht und rund 200 ehrenamtliche Froschklauberinnen und Froschklauber. Insgesamt wurden 30 verschiedene Amphibienwanderstrecken mit einer Gesamtzaunlänge von 12 Kilometern betreut.

Helfer betreuen insgesamt 21 Amphibien-Wanderstrecken

Seit 2001 wird die Betreuung der Amphibienwanderstrecken in Salzburg von Landesstraßenverwaltung und Naturschutz des Landes gemeinsam mit dem Haus der Natur zentral koordiniert. Salzburg nimmt mit dieser guten Zusammenarbeit zum Schutz der Amphibien eine Vorreiterrolle ein. 12 Amphibien- und Reptilienarten wurden im Vorjahr an den Wanderstrecken registriert: Erdkröte, Gras-, Spring-, Laub- und Wasserfrosch, Berg-, Kamm- und Teichmolch, Feuersalamander, Blindschleiche, Zauneidechse und Ringelnatter.

Konkret werden von den Straßenmeistereien des Landes jedes Jahr in Zusammenarbeit mit freiwilligen Helferinnen und Helfern, einigen Gemeinden sowie der Berg- und Naturwacht entlang der für Amphibienwanderungen bekannten Straßenabschnitte rund zwölf Kilometer der grünen Amphibienschutzzäune aufgestellt und in unzähligen Arbeitsstunden betreut. 2017 wurden 19 Wanderstrecken mit Zäunen im Flachgau, drei im Tennengau, zwei im Lungau, eine im Pongau sowie fünf im Pinzgau betreut. Es gibt aber auch Strecken ohne Zäune, wie etwa an der Sinnhubstraße und der Kreuzbergpromenade in der Stadt Salzburg, wo die Tiere "per Hand" gerettet werden.

Frösche können Straßen durch Tunnel gefahrlos queren

Neben den in Summe 30 betreuten Amphibienstrecken gibt es in Salzburg an 14 Wanderstrecken auch fixe Leit- und Tunnelsysteme unter der Straße, sodass die Tiere die Fahrbahn gefahrlos unterqueren können. Diese haben den Vorteil, dass sie alle über das Jahr wandernden Amphibien und andere bodenbewohnende Kleintiere vor dem Verkehr schützen und damit noch nachhaltiger wirken als die Zaun-Kübel-Methode.

Froschklauber fürs Frühjahr gesucht

In ein paar Wochen, wenn im Frühjahr die Nachttemperaturen über vier Grad steigen, also Anfang bis Mitte März, verlassen Frösche, Kröten und Molche wieder ihre Winterquartiere und wandern zu ihren Laichgewässern. Dann kommen die Salzburger Froschklauberinnen und Froschklauber wieder zum Einsatz. An manchen Amphibienwanderstrecken werden noch ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht. Anmeldungen unter:  0662-8042-5509, maria.jerabek@salzburg.gv.at oder 0662-845326-3317, amphibienschutz@hausdernatur.at.

"Bei Regen, Wind und Wetter wurden die Tiere eingesammelt und sicher über die Straßen gebracht. Für dieses Engagement möchte ich mich ganz herzlich bedanken. ", so Naturschutzreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler am Donnerstag.

(Quelle: S24)

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