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Führung mit "Fluxguide" macht Jugend Lust auf Kunst

Mit einem interaktiven Guidingsystem - genannt "Fluxguide" - erhalten Besucherinnen und Besucher der Residenzgalerie einen neuartigen und personalisierten Zugang zu Kunstwerken aus dem Bestand und ausgewählten Aquarellen der Sonderausstellung "Faszination Ägypten".

"Spannende Informationen können individuell abgerufen werden, aber auch Bewertungen und Kommentare zu Bildern sind möglich. Darüber hinaus können Anmerkungen anderer Besucher gelesen und beantwortet werden. Mit diesem Pilotprojekt, das bis Juli in der Residenzgalerie zum Einsatz kommt, macht die Residenzgalerie den Schritt in Richtung interaktive Kunstvermittlung. Das ist nicht nur eine Bereicherung für die Residenzgalerie, sondern auch eine Leistungsschau der Schülerinnen und Schüler der HTL-Salzburg, die dabei nicht nur die technischen Herausforderungen zu lösen hatten, sondern sich auch intensiv mit den Kunstwerken und den Fragen der Präsentation von Kunst auseinandergesetzt haben." Dies sagte heute, Dienstag, 5. Juni, Museumsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Hauslauer bei der Vorstellung dieses neuen, interaktiven Museumsführers in der Residenzgalerie. Die Anwendung dieser neuen Technologie, die von Schülerinnen und Schülern der dritten Klasse "Kunst & Design" der HTL Salzburg für die Bedürfnisse der Residenzgalerie umgesetzt wurde, kann über einen iPod, der an der Kassa kostenlos erhältlich ist, mit dem eigenen Smartphone (iPhone 4/4S oder Android ab Version 3.0) oder am iPad-Terminal im Ausstellungsraum genutzt werden. "Ziel dieses Projektes ist es, neue Formen der Annäherung an Kunst zu finden. Die Technik soll dabei die Auseinandersetzung mit Kunst unterstützen, vertiefen und individuell zu Kunstwerken hinführen", sagte Haslauer. Bei der Entwicklung dieses Konzeptes stand das eigenständige Arbeiten der Schüler/innen, für das die individuellen Begabungen und Interessen der Jugendlichen ausschlaggebend waren, im Vordergrund. Am Beginn des Projektes standen das Kennenlernen der Kunstwerke, eine technische Einführung in die Interfacegestaltung und das Redaktionssystem des Multimedia-Guides und die Erforschung wichtiger Aspekte und Anforderungen (Bedienerfreundlichkeit, Alter der Benutzer, Bildauswahl, Motivationsmöglichkeiten, Umfang der Inhalte, Layout der Kunstvermittlung...). Dazu dienten inhaltliche und technische Recherchen, wofür Methoden der Wahrnehmungspsychologie sowie Responsive Mobil Design und andere Museums-Apps herangezogen wurden. "Darauf aufbauend wurden die Inhalte entwickelt und die Präsentation geplant", erläuterte Projektleiterin Monika Fermin-Vaez von der Residenzgalerie. Aufbauend auf diesem Konzept haben die Schülerinnen und Schüler von Jänner bis April 2012 Layout und Interfacegestaltung des Multimedia-Guides entwickelt sowie Inhalte zu 28 Kunstwerken (Kurztexte, Audiobeiträge in Englisch und Deutsch, Zusatzinformationen zu inhaltlichen und formalen Fragestellungen, Bildbearbeitungen als Suchspiele, Kompositionsskizzen, Videobearbeitungen zu Kunstwerken, Vergleichsbilder zu heute und Informationen in Gebärdensprache) erstellt. Dazu wurde das Layout für Drucksorten - wie Erklärungsflyer, Plakate und Erklärungsposter für Besucher entworfen. Neben der Projektleiterin Monika Fermin-Vaez wurde das Vorhaben von Armin Lampert und Sascha Selke von der HTL Salzburg begleitet. Förderungen kamen von KulturKontakt Austria (beim Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur angesiedelt) sowie vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend. In einem nachfolgenden Projekt sollen im Wintersemester 2012/13 die Inhalte auf eine neu entwickelte Jugendhomepage gestellt werden und können dann via QR-Codes in der Residenzgalerie von Besuchern mit Smartphons abgerufen werden.
(Quelle: S24)

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