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Tierisches Sightseeing?

Gams verirrt sich in Salzburgs Mirabellgarten

Dreijähriger Bock mittels Blasrohr betäubt

Einen kuriosen Tier-Besuch erlebte der Mirabellgarten in der Stadt Salzburg Mittwochfrüh: So verirrte sich eine Gams dort hin. Der morgendliche Spaziergang in den blühenden Garten hat Polizisten, Feuerwehrleute, den Stadtjägermeister und eine Zoo-Tierärztin auf Trab gehalten.

Salzburg

Wie die Berufsfeuerwehr Salzburg und der Zoo Salzburg gegenüber SALZBURG24 auf Anfrage gleichermaßen bestätigten, wurde das verirrte Wildtier bereits eingefangen und von der Zoo-Tierärztin betäubt. Dann wurde das Tier mit dem Jeep vom Stadtjägermeister auf den Kapuzinerberg gefahren.

Rosengarten als Weideplatz

Das neugierige Tier hat sich beim "Sightseeing" den Rosengarten als Weideplatz ausgesucht. Gegen 6.30 Uhr wurden die Einsatzkräfte gerufen. "Wir sind zur Unterstützung angefordert worden", schilderte der Einsatzleiter der Salzburger Berufsfeuerwehr, Daniel Fellner, im APA-Gespräch. Um die Gams einfangen zu können, sei sie von der Tierärztin mit Hilfe eines Blasrohrs betäubt worden.

Dreijähriger Gamsbock wohl von Hund erschreckt

Am Vormittag informierte Stadtjäger Gerhard Wörndl, dass es sich bei dem Ausreißer um einen dreijährigen Gamsbock handelte. "Die Stadtgärtner waren zum Glück so geistesgegenwärtig, die Tore vom Rosengarten zu schließen. Dadurch war es dann einfacher, den aufgeregten Bock zu betäuben." Er vermutet, dass das Tier von einem freilaufenden Hund verschreckt und gejagt wurde. An einer geschützten Stelle, nicht weit vom Franziski-Schlössl, verabreichte die Tierärztin dem Bock ein Aufwachmittel. Kurz danach war er bereits wieder auf den Beinen und unterwegs.

Heute Morgen waren wir mit der Berufsfeuerwehr Salzburg und der Stadt Salzburg.at auf der Pirsch! Ein amtsbekannter Bock...

Gepostet von Polizei Salzburg am Mittwoch, 18. Mai 2022

Ausreißer wieder in altem Revier

Der Stadtjäger kennt den Gamsbock gut. Das Tier hält sich üblicherweise auf der Schallmooser Seite des Kapuzinerbergs auf. Manchmal lasse er sich auch im Garten der Zweig-Villa sehen, schilderte der Stadtjäger. "Vom Berg ist er allerdings noch nie heruntergekommen." Wörndl zeigte sich erleichtert, dass der verschreckte Ausreißer dank der professionellen Hilfe aller Beteiligten wieder wohlbehalten in seinem Revier ist.

Um 8.30 Uhr war der tierische Einsatz bereits beendet. "Die Gams ist wieder der Wildnis übergeben worden", sagte Fellner. Die Minipopulation auf dem 200 Meter hohen Stadtberg umfasst rund ein Dutzend Tiere.

Ähnlicher Fall vor drei Jahren

Zuletzt hatte sich vor rund drei Jahren ein anderer Gamsbock "auf Abwege" begeben. Er konnte bei seinem Ausflug in die Stadt erst in einem Gastgarten an der Vogelweiderstraße wieder eingefangen werden. Ob er auf der Suche nach einer weiblichen Gams war, lässt sich nicht verifizieren.

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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