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Gehbehinderter verlor in Salzburg Prozess wegen Poller-Unfalls

Ein gehbehinderter Jurist hat einen Schadensersatz-Prozess wegen eines Poller-Unfalles in der Stadt Salzburg am Landesgericht Salzburg verloren. Der 83-Jährige war am 2. Juli 2010 mit seinem Pkw in der Dreifaltigkeitsgasse gegen einen ausfahrenden Poller gekracht, der eine Einfahrt in die Fußgängerzone außerhalb der Ladezeit verhindert. Der Pensionist forderte von der Stadt rund 4.300 Euro Reparatur- und Abschleppkosten. Er war der Ansicht, dass der Poller nicht richtig funktionierte. Der Zivilrichter habe die Klageabweisung mit dem Alleinverschulden des Autofahrers begründet, sagte der Anwalt der Stadt, Bernhard Zettl, am Montag zur APA.

Der Kläger sei auch gar nicht berechtigt gewesen, in die Fußgängerzone einzufahren, stand in dem Urteil von Zivilrichter Friedrich Gruber. Zudem habe der Autofahrer die Hinweisschilder nicht beachtet, die auf den Poller aufmerksam machten. Die Abweisung der Klage wurde dem Rechtsvertreter der Stadt am vergangenen Freitag zugestellt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Pensionist kann innerhalb von vier Wochen dagegen berufen. Seit 21. Juni 2010 schützen 36 Poller die Salzburger Fußgängerzone vor illegalem Fahrzeugverkehr. (APA)
(Quelle: S24)

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