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Großfahndung endet in der Stadt Salzburg

Nach einer Großfahndung wurde am Samstag ein Pärchen von der Polizei wegen gewerbsmäßigen Betrugs, Erpressung und Prostitution in der Ignaz-Harrer-Straße in der Stadt Salzburg festgenommen. Die Beiden waren zuvor einem Zugriff in Mondsee entgangen.­­­

Die Polizei in St. Gilgen ermittelte bereits seit mehreren Wochen wegen eines Einbruchsdiebstahls in einem Wohnhaus. Im Zuge dieser Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht gegen den Sohn der Familie und eine Bekannte des Sohnes.  

46-Jähriger verliebt sich in Prostituierte und gibt ihr Geld

Bei der Vernehmung gab der 46-jährige Sohn an, dass er vor etwa einem Jahr am Straßenstrich in der Stadt Salzburg eine Prostituierte kennengelernt habe und sich neben den ersten Liebesdiensten eine Beziehung entwickelt habe. Nachdem die Prostituierte zwischenzeitlich beim Freier eingezogen war, nahm ein Zuhälter zum 46-jährigen Flachgauer Kontakt auf. Nach Vorspiegelung falscher Tatsachen (Immobiliengeschäft mit einer Rendite von bis zu 21%, einen Antiquitätenhandel, einer Chemotherapie der krebskranken Mutter, Kaution für eine Haftentlassung) übergab der 46-Jährige der Prostituierten und ihrem Zuhälter mehrere Male Bargeld. Dabei kam es zu Bargeldübergaben in einer Gesamthöhe von 135.000 Euro.  

Gesamtschaden: 156.000 Euro

Bei dem Einbruch in das Haus in St. Gilgen wurde ein Bargeldbetrag von 21.000 Euro erbeutet. Der gesamte Schaden beläuft sich somit auf rund Euro 156.000 Euro. Der letzte Versuch des Zuhälters und der Prostituierten an weitere 10.000 Euro zu kommen scheiterte jedoch, da der 46-jährige Flachgauer sich der Polizei in St. Gilgen anvertraute. Das Opfer Der Mann wurde dahingehend erpresst, dass der Prostituierten etwas passieren werde, sofern er das Geld nicht übergeben würde. Aus Sorge zur Prostituierten wollte der Geschädigte diesen Bargeldbetrag wieder aufbringen. Der Mann hatte sich bereits Geld ausgeliehen und zwei Kredite in einer Gesamthöhe von Euro 40.000 Euro aufgenommen.

Polizei observiert Geldübergabe: Pärchen flüchtet

Da die Geldübergabe durch das Opfer mit den ungarischen Tätern bereits vereinbart war, wurde gemeinsam mit Beamten des BPK Salzburg Suchtgiftgruppe sowie des Einsatzkommandos Cobra diese Geldübergabe im Raum Mondsee observiert. Noch bevor das Bargeld an die Täter übergeben werden konnte, flüchteten der 30-jährige Zuhälter und die Prostituierte in einem Fahrzeug mit ungarischem Kennzeichen Richtung Westautobahn und konnte vorerst nicht mehr lokalisiert werden. Daraufhin kam es Samstagnachmittag zur Großfahndung, die sich auf den Raum Salzburg, Oberösterreich und Süd-Bayern erstreckt hatte.

Prostituierte und Zuhälter in der Ignaz-Harrer-Straße festgenommen

Die beiden Tatverdächtigen konnten schließlich durch zwei Zivilstreifenbesatzungen der Polizeiinspektion AGM Salzburg (Schengenfahndung) in der Stadt Salzburg gesichtet und observiert werden. Nach kurzer Verfolgung führten die Beamten den Zugriff auf das fahrende Fahrzeug und deren beiden Insassen in der Ignaz-Harrer-Straße durch. Das Pärchen wurde festgenommen, meldet die Polizei in einer Aussendung. Die beiden Beschuldigten werden wegen gewerbsmäßigen schweren Betrugs, Erpressung und wegen grenzüberschreitendem Prostitutionshandel angezeigt.
(Quelle: S24)

Aufgerufen am 18.10.2019 um 03:31 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/grossfahndung-endet-in-der-stadt-salzburg-59270647

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