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Gstättengasse: Anrainer und Barbetreiber sehen Alkoholverbot positiv

Seit Oktober wurden die Betriebe in der Gstättengasse fünf Mal kontrolliert (Archivbild). FMT-Picture/MW
Seit Oktober wurden die Betriebe in der Gstättengasse fünf Mal kontrolliert (Archivbild).

Das Alkoholverbot in der Lokalmeile Gstättengasse ist seit Oktober des Vorjahres in Kraft und wurde bisher fünf Mal kontrolliert. Eine positive Zwischenbilanz ziehen Stadt Salzburg und Wirte, skeptisch zeigen sich noch die Anrainer. Probleme gibt es nur in wenigen Fällen.

Als das Alkoholverbot vergangenen Sommer diskutiert und dann schnell beschlossen wurde, war die Aufregung groß. Wenige Monate später ist in der Gstättengasse in der Stadt Salzburg wieder Ruhe eingekehrt. Von einer guten Zusammenarbeit mit den Wirten sprach Vizebürgermeister Harry Preuner (ÖVP) bei einem Pressegespräch am Freitag letzter Woche.

Gstättengasse: "Schonende" Kontrollen in den Lokalen

Ins gleiche Horn stößt Franz Grubinger, Inhaber der Bars "Soda Club" und "Flip" in der Gstättengasse: "Von uns aus gibt es gar kein Problem. Bei den Kontrollen kommen total nette und höfliche Leute, die machen das so schonend wie möglich. Sie schauen und kontrollieren, wenn alles passt, sind die auch gleich wieder weg", so Grubinger im Gespräch mit SALZBURG24. Auch die Gäste hätten demnach vollstes Verständnis für das Alkoholverbot in der Gstättengasse. Mit den wärmeren Temperaturen werden ab Frühling allerdings auch wieder mehr Menschen im Freien anzutreffen sein. Einen Umsatzeinbruch befürchtet der Salzburger Gastronom nicht: "Für uns war der Bereich vor den Bars ohnehin kein Umsatzträger. Drinnen haben wir Klimaanlagen, es gibt also keinen Grund, warum die Leute draußen stehen sollten."

Anrainer sehen Erfolg des Verbotes noch nicht

Zurückhaltend bezüglich einer Einschätzung der Lage zeigt sich Anrainerin Eva Möseneder. "Die Probleme sind natürlich immer saisonal. Wie sich das Alkoholverbot auswirkt, werden erst die wärmeren Monate zeigen können", so Möseneder gegenüber SALZBURG24. "Es handelt sich eben um eine vorbeugende Maßnahme. Die Menschen, die in der Nacht in der Gstättengasse unterwegs sind, sollten einfach wissen, dass sie sich zivilisierter verhalten müssen. Die Beziehung zu den Wirten sei jedenfalls äußerst freundschaftlich wie Möseneder betont: "Wenn es in Problem gibt, schreibe ich ein SMS und die Sache ist erledigt“, so die langjährige Anrainerin.

Rechtsstreit mit After-Hour-Lokal

Derzeit befindet sich die Stadt Salzburg noch im Rechtsstreit mit dem Lokal "After Five" in der Gstättengasse. Die Öffnungszeit soll hier von 4 Uhr morgens auf 6 Uhr verlegt werden. Bei einem laufenden Verfahren ist der Betreiber der Bar mehrmals in Berufung gegangen. Beschwerden gab es im Herbst außerdem beim "Republic" am Anton-Neumayr-Platz, da hier laute Musik durch offene Türen nach außen drang.

(Quelle: S24)

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