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Hitze: 130 Einsätze pro Tag für Pannenhelfer des ÖAMTC

Bei Temperaturen bis zu 32 Grad stehen die Pannenhelfer des ÖAMTC in den letzten Tagen im Dauereinsatz. Zu bis zu 130 Einsätzen pro Tag muss derzeit ausgerückt werden.

Bereits in den vergangenen Tagen erreichten die Temperaturen in Österreich Rekordwerte für das heurige Jahr. Und es soll weiterhin heiß bleiben. "Für das Wochenende ist zwar leichte Abkühlung in Sicht, bis dahin ist es für die Pannenfahrer des ÖAMTC aber noch ein langer Weg", weiß Herbert Thaler, Leiter der ÖAMTC-Pannenhilfe Salzburg. "Speziell in den Ballungsräumen ist derzeit ein Ansteigen der Einsatzzahlen zu bemerken." In Salzburg verzeichnet die Pannenhilfe des Clubs derzeit rund 30 Prozent mehr Einsätze als noch vor einer Woche. Allein am Montag (18. Juni) mussten die Gelben Engel 126-mal ausrücken. Der Leiter der ÖAMTC-Pannenhilfe Salzburg kennt die typischen Hitzepannen: "Hohe Temperaturen in Kombination mit städtischem Stop-and-Go-Verkehr überlasten das Kühlsystem - der Motor überhitzt. Aber auch Probleme bei der Elektronik treten bei Hitze verstärkt auf." Für den Einen oder Anderen durchaus überraschend: Auch im Sommer ist die klassische Starthilfe der häufigste Einsatzgrund. "Autobatterien sind nicht nur für Kälte anfällig, sondern werden auch bei Hitze instabil", erklärt Thaler. "Im schlimmsten Fall muss die Batterie sogar getauscht werden." Daher nehmen die Pannenfahrer des ÖAMTC im Sommer wie im Winter so viele Ersatzbatterien in ihrem Einsatzfahrzeug mit, wie möglich.

Pannenfahrer des ÖAMTC befreit Kind aus Pkw

Dass die hochsommerlichen Bedingungen auch am Menschen nicht spurlos vorübergehen, beweist die Zunahme von selbst verursachten Pannen. Autofahrer leiden bei Hitze häufig unter Konzentrationsmangel, daher geschehen öfter Missgeschicke wie Aussperren aus dem Auto oder Falschtanken. "Erst am Dienstag hat ein Gelber Engel in Oberpullendorf ein Kleinkind aus einem heißen Wagen befreit. Die Tür war zugefallen, der Schlüssel noch im Auto", berichtet der Leiter der ÖAMTC-Pannenhilfe Salzburg. "Der von der Mutter alarmierte Pannenfahrer konnte die Fahrzeugtür glücklicherweise innerhalb weniger Sekunden öffnen und den Dreijährigen aus dem Pkw holen." Messungen zeigen, dass sich der Fahrzeuginnenraum in der Sonne sehr schnell aufheizt. Am Armaturenbrett können die Temperaturen bis zu 80 Grad erreichen. "Wer keinen der begehrten Parkplatze im Schatten ergattert und trotzdem erträglichere Temperaturen im Fahrgastraum haben möchte, sollte silberbeschichtete Matten auf der Außenseite der Windschutzscheibe anbringen", rät der ÖAMTC-Experte. Die Sonnenstrahlen werden damit reflektiert und können nicht mehr durch die Scheibe eindringen. Auch ein Sonnenschutz aus Karton, den man innen anbringt, kann Abhilfe schaffen und die Temperatur im Fahrzeug um bis zu 25 Grad Celsius nach unten drücken.
(Quelle: S24)

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