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Kritik an Polizei

Frau schlägt Hund am Makartsteg

"Rocky" nun auf Tierschutzhof

Rocky Pfotenhilfe
"Rocky" lebt nun auf dem Hof der Pfotenhilfe in Lochen.

Hund "Rocky" soll in der Vorwoche am Makartsteg in der Stadt Salzburg von seiner Besitzerin geschlagen und am Geländer über längere Zeit angeleint und alleine gelassen worden sein. Die Pfotenhilfe Lochen erhebt in diesem Fall schwere Vorwürfe gegen die Polizei, da diese nichts unternommen habe.

Salzburg

"Zahlreiche Passanten haben letzte Woche in der Stadt Salzburg beobachtet, wie eine Bettlerin einen Hund über einen längeren Zeitraum am Makartsteg verbotenerweise angebunden und alleine zurückgelassen sowie auch immer wieder auf ihn eingeschlagen hatte", berichtet die Pfotenhilfe am Dienstag in einer Aussendung. Zwei junge Frauen informierten daraufhin die Polizei, doch geschehen sei nichts, lautet der Vorwurf der Tierschützer.

Für Polizei keine Tierquälerei erkennbar

Polizeisprecherin Irene Stauffer erklärt auf SALZBURG24-Anfrage, dass Beamte am 29. April nach dem Anruf einer Zeugin am Makartsteg weder die Frau noch ihren Hund angetroffen hätten. "Auch im Nahbereich konnten die Kollegen keine Person ausfindig machen, die auf die Beschreibung gepasst hätte", so Stauffer. "Ohne Täter oder Opfer können wir nicht handeln", erläutert sie. Am nächsten Tag habe sich die Anruferin wieder gemeldet, dass der Hund am Makartsteg angeleint sei, so die Polizeisprecherin. "Bei herrenlosen Hunden ist das Tierheim zuständig", sagt Stauffer, "für die Beamten war keine Tierquälerei erkennbar".

Wie die Pfotenhilfe weiter mitteilt, hätten zwei junge Frauen daraufhin "Rocky" freigekauft und nach Lochen auf den Tierschutzhof gebracht. Dort stellte sich heraus, dass das Tier wegen eines manipulierten EU-Passes nicht nach Österreich gebracht werden hätte dürfen. Die mutmaßliche Bettlerin, eine Rumänin, soll ihn in der Slowakei erworben haben.

"Rocky" blüht in Lochen auf

Laut Pass ist der blonde, mittelgroße Mischlingsrüde etwas über acht Monate alt. "Rocky ist sehr lieb, verspielt und sogar stubenrein, aber abgemagert und verständlicherweise Menschen gegenüber anfangs etwas vorsichtig", so Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler. "Mit Hunden und anderen Tieren versteht er sich ausgezeichnet. Er ist ein total lieber Kerl, der von nun an nur noch Liebe und Geborgenheit bekommen soll."

(Quelle: SALZBURG24)

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