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Illegales Lager im Bereich Karolinenbrücke geräumt

Persönliche Habseligkeiten wurden zur Abholung zum Recyclinghof verbracht. Stadt Salzburg
Persönliche Habseligkeiten wurden zur Abholung zum Recyclinghof verbracht.

Wegen zahlreicher Beschwerden wurde am Montag die illegale Lagerstätte im Bereich der Karolinenbrücke und der dazu gehörigen Radunterführungen von Organen der Stadt Salzburg geräumt.

Die Räumung fand nach einer Vorinformation und unter Einbeziehung karitativer Organisationen statt. Insgesamt waren in der Zeit von 10 Uhr bis 11.30 Uhr mehrere Taglöhner und zwei Saugi-Mannschaften im Einsatz, um den gegenständlichen Bereich von hinterlassenem Unrat zu säubern.

Karolinenbrücke vermehrt geräumt

Persönliche Habseligkeiten wurden zur Abholung zum Recyclinghof verbracht. Der restliche Müll wurde entsorgt. Der Bereich Karolinenbrücke wurde in den letzten Monaten bereits mehrmals geräumt. Bis vor kurzem wurde durch einen vom Land beauftragten Wachdienst sichergestellt, dass ein Neuentstehen eines Schlaflagers unterbleibt. Die Beauftragung des Wachdienstes wurde vom Land allerdings ohne Angabe von Gründen zurückgezogen.

Karolinenbrücke gefährlich als Nächtigungsort

"Mit der heute erfolgten Räumung haben wir einerseits auf zahlreiche Beschwerden reagiert, die in den letzten Tagen bei der Stadt eingegangen sind. Wir wollten damit auf kurzem Weg diesen Beschwerden entsprechen. Anderseits bestand aus unserer Sicht im gegenständlichen Bereich aber auch eine nicht zu unterschätzende Gefährdung für die dort nächtigenden Personen. Gerade in der Zeit der Frühjahrshochwässer kann ein rasches Ansteigen der Salzach nicht ausgeschlossen  werden", so Vizebürgermeister Harry Preuner (ÖVP) in einer Aussendung am Montag.

Preuner kritisiert Zuständigkeiten in punkto Karolinenbrücke. "Wir haben in den vergangenen Wochen mehrfach versucht, gemeinsam mit dem Land eine Vorgangsweise zu akkordieren. Leider wurden unserer Vorstöße ignoriert. Da ein weiteres Zuwarten fahrlässig gewesen wäre, musste die Stadt nun alleine handeln. Ich hoffe nun, dass wenigstens für die Zukunft die verantwortlichen Stellen ihre Aufgaben wahrnehmen."

Grüne kritisieren Preuners vorgehen

Kritik am Vorgehen Preuners kommt am Montag von der Salzburger Bürgerliste. Mit der jüngsten Räumungsaktion bekämpfe Salzburg nicht die Armut, sondern nur ihre unschönen Symptome. „Es ist ein Armutszeugnis, dass Stadt und Land Salzburg sich erst darüber einigen mussten, in wessen Kompetenz es liegt, die Ärmsten der Armen zu verjagen. Und als wäre das noch nicht genug, brüstet sich der Vizebürgermeister auch noch damit, wie unbürokratisch er Menschen vertreibt“, so Ingeborg Haller, Gemeinderätin der Bürgerliste/Grünen.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 08.05.2021 um 12:49 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/illegales-lager-im-bereich-karolinenbruecke-geraeumt-55343065

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