Jetzt Live
Startseite Stadt
Stadt

Immobilienmakler blieb 260.000 Euro an Darlehen schuldig

Ein 46-jähriger Deutscher stand am Freitag wegen schweren gewerbsmäßigen Betruges in Salzburg vor Gericht. Wildbild
Ein 46-jähriger Deutscher stand am Freitag wegen schweren gewerbsmäßigen Betruges in Salzburg vor Gericht.

Ein 46-jähriger Immobilienmakler soll rund 20 Personen, die vorwiegend in Salzburg und Oberösterreich wohnen, insgesamt rund 260.000 Euro anhand von Darlehen herausgelockt haben. Der deutsche Staatsbürger hatte laut Anklage versprochen, die Beträge samt hohen Zinsen an vereinbarten Terminen zurückzuzahlen.

Doch die Geldgeber sahen durch die Finger. Der beschuldigte Immobilienmakler hat zu Beginn des Prozesses am Freitag am Landesgericht Salzburg eine Betrugsabsicht noch bestritten.

Immobilienmakler bekennt sich schuldig

Im Laufe der Verhandlung legte er aber - nach Rücksprache mit seinem Anwalt - ein volles Geständnis ab. Der 46-jährige Deutsche wurde bei einem Strafrahmen von einem Jahr bis zu zehn Jahren zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Er muss die Strafe demnach im Gefängnis absitzen.

Der in Österreich bisher unbescholtene Makler wurde wegen schweren, gewerbsmäßigen Betruges im Sinne der Anklage schuldig gesprochen. Er wird laut Staatsanwältin Herta Stix bald nach Deutschland ausgeliefert, weil dort ein Verfahren gegen ihn anhängig ist.

Angeklagter in Deutschland amtsbekannt

Der Angeklagte ist für die deutsche Justiz kein unbeschriebenes Blatt. Das Strafregister hat dort 18 Verurteilungen aufgelistet. "Er wurde mehrfach einschlägig wegen Betruges verurteilt", erläuterte Staatsanwältin Herta Stix den Prozessbeteiligten. In Augsburg sei ein Strafverfahren wegen gewerbsmäßigen Betruges anhängig. Doch der Beschuldigte habe sich 2008 nach Österreich abgesetzt und in Mondsee unter falschem Namen ein Haus gemietet. "Mit einer Bekannten eröffnete er ein Immobiliengeschäft und trat als Geschäftsführer auf."

Wegen Zahlungsschwierigkeiten Kunden betrogen

Bis 2010 seien die Geschäfte normal verlaufen. "Dann kam er in Zahlungsschwierigkeiten", erklärte die Staatsanwältin. Von da an habe der 46-Jährige versucht, von Klienten und anderen Personen Geld zu erwerben. "Er hat einer alleinerziehenden Mutter für den Ankauf eines Grundstücks 25.000 Euro herausgelockt. Die Parzelle hat aber schon jemand anderer einen Monat zuvor gekauft", veranschaulichte ein Opfer-Vertreter "die dreiste Vorgehensweise".

Eigenen Angaben zufolge besitzt er auf Mallorca eine Jacht im Wert von 800.000 Euro und eine Finca im Wert von rund 380.000 Euro. Ob diese Angaben stimmen, konnte laut Staatsanwältin Stix noch nicht abschließend ermittelt werden. (APA)

Aufgerufen am 18.04.2019 um 08:46 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/immobilienmakler-blieb-260-000-euro-an-darlehen-schuldig-42661759

Kommentare

Mehr zum Thema