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Indische Präsidentin Patil zu Besuch in Salzburg

Zum Abschluss ihres mehrtägigen Staatsbesuches in Österreich hat die indische Staatspräsidentin Pratibha Devisingh Patil gemeinsam mit ihrem Ehemann Devisingh Ransingh Shekhawat auch die Stadt Salzburg besucht.

Nach einem festlichen Empfang im Schloss Hellbrunn am Donnerstagabend mit Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (S) sowie Bundespräsident Heinz Fischer und dessen Gattin Margit besuchte die Präsidentin am Freitagvormittag das Geburtshaus Wolfgang Amadeus Mozarts und ein Orgelkonzert in der Franziskanerkirche. 

Indische Präsidentin: Kein Besuch auf der Festung

Wegen des schlechten Wetters entfiel die Besichtigung der Festung Hohensalzburg, stattdessen wurde der Präsidentin die Alte Residenz gezeigt. Patil war nicht nur beeindruckt von den musikalischen Darbietungen, sondern auch vom neuen Kraftwerk in Kaprun.  

Fischer: "Besuch der Präsidentin sehr erfolgreich"

Fischer bezeichnete seinerseits die Visite der indischen Präsidentin in Österreich als "sehr erfolgreich", sagte dessen Sprecher Bruno Aigner gegenüber der APA am Freitag. Es habe sich um eine Staatsvisite gehandelt, die auch "wichtige wirtschaftliche Impulse bringen wird". Patil wurde von einer großen Wirtschaftsdelegation nach Österreich begleitet. Der Bundespräsident unterstütze die Bestrebungen Indiens nach einer stärkeren Rolle im UNO-Sicherheitsrat, so Aigner.  

Indische Präsidentin spürte den "Geist Mozarts"

Die indische Präsidentin habe sich beeindruckt gezeigt über den herzlichen Empfang in Österreich. Nach der Besichtigung des Mozart-Hauses und einer Vorführung von Kompositionen des Musikers habe sie gemeint, "den Geist Mozarts spüren zu können". Patil lud Fischer und Burgstaller zu Gegenbesuchen nach Indien ein. Mit drei Gastgeschenken im Gepäck - einem Bilderband über Salzburg in englischer Sprache, einer Mozart-CD und eine "La Traviata"-DVD - stieg das indische Ehepaar am Freitag um 12.35 Uhr auf dem Salzburg Airport in die Boeing 747-400 der Air India und reiste nach Neu-Delhi zurück.  

Polizeigroßaufgebot bei Staatsbesuch

Der Besuch verlief ohne Zwischenfälle, teilte Burghard Vouk vom Salzburger Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung der APA mit. Ein Großaufgebot an Polizisten sorgte für den reibungslosen Ablauf. Die indische Präsidentin Patil stattete der Stadt Salzburg zum ersten Mal einen Besuch ab. Sie übernachtete mit ihrer Delegation im Hotel Sacher, dort ging am Freitagvormittag auch der erste offizielle "Foto-Point" über die Bühne. In Mozarts Wohnhaus gab der Präsident der Stiftung Mozarteum, Johannes Honsig-Erlenburg, auf Mozarts Hammerklavier eine Klaviersonate zum Besten, Esther Kretzinger sang zwei Arien der Susanna aus Mozarts "Die Hochzeit des Figaro". Patil meinte, es müsse wunderbar sein, in einem Land zu leben, wo die Musik zum Alltag gehöre.  

Burgstaller: "Präsidentin an politischen Themen interessiert"

Die indische Präsidentin habe sich nicht nur an der Musik, sondern auch an aktuellen wirtschaftlichen und politischen Themen sehr interessiert gezeigt, schilderte Gastgeberin Burgstaller. "In Indien ist die Bildung ein wichtiges Zukunftsthema. Ich wünschte, die Bildung hätte bei uns die gleiche Bedeutung." Die Eröffnung des Kraftwerkes Limberg II in Kaprun am vergangenen Mittwoch habe die Präsidentin beeindruckt. Patil wolle erneuerbare Energie forcieren, sie habe Interesse an der Errichtung eines Pumpspeicherkraftwerkes in den Bergen in Nordindien und schlug deshalb einen Informationsaustausch mit einer Delegation von österreichischen Ingenieuren vor.  

Staatsbesuch soll Türen für Salzburger Unternehmen öffnen

"Ein Staatsbesuch ist auch dazu da, Türen für Salzburger Unternehmen zu öffnen", betonte die Landeshauptfrau und hob auch den touristischen Wert eines so hochrangigen Besuches hervor. Denn immerhin würden 200 bis 300 Millionen der 1,2 Milliarden Einwohner Indiens auf Reisen gehen, und die schönen Bilder der indischen Medien von dem österreichischen Staatsbesuch hätten auch eine Werbewirkung für Salzburg.  

Chinas Staatschef Ende Oktober in Salzburg

Für Salzburg soll dies aber nicht der letzte Staatsbesuch im Oktober gewesen sein. Ende des Monats hat sich auch der Staats- und Parteichef Hu Jintao aus China angekündigt.  Er will offenbar um den 31. Oktober mit einer großen Delegation und bis zu vier Ministern zuerst nach Wien und dann nach Salzburg kommen. (APA)
(Quelle: S24)

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