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Junger Rumäne bei Einbruch erwischt

Die Polizei stoppte den 22-Jährigen auf der Flucht. Bilderbox
Die Polizei stoppte den 22-Jährigen auf der Flucht.

Ein 22-jähriger Rumäne wurde Dienstag nach einem Geschäftseinbruch in der Stadt Salzburg festgenommen. Er wollte Kleidungsstücke in einem Container abtransportieren und hatte auch eine Tasche mit Modeschmuck zum Abtransport bereitgestellt. Er ist nur einer von 48 angeklagten Personen aus dem Bettlermilieu.

Wie die Polizei mitteilt, schlug der Rumäne gegen 4.20 Uhr die Fensterscheibe eines Bekleidungsgeschäftes in der Stadt Salzburg ein. Durch das Loch in der Auslagenscheibe gelangte er in das Geschäft. Dort packte er 86 Kleidungsstücke im Verkaufswert von etwa 10.000 Euro und über 90 Modeschmuckartikel im Wert von mehreren tausend Euro zusammen. Die Kleidungsstücke warf er in einen vor dem Geschäft bereitgestellten, ausgeräumten Altpapiercontainer.

In Kloster versteckt

Durch einen lauten Knall wurde ein Anwohner aufgeweckt und beobachtete in Folge den Verdächtigen dabei, wie dieser Kleidung und Schmuck aus dem Verkaufslokal räumte. Der Zeuge verständigte die Polizei und begab sich zum Geschäft. Der Rumäne verließ den Tatort als er den Zeugen sah und versteckte sich in einem nahegelegenen Kloster. Von dort wollte er mit einem Fahrrad weiter flüchten. Im Zuge einer Sofortfahndung durch die Polizei konnte der 22-Jährige nach weiterer kurzer Flucht in der Nähe des Tatortes festgenommen werden.

Der Beschuldigte hatte bei seiner Festnahme mehrere Schmuckgegenstände bei sich und trug Schuhe, die er aus dem Geschäft gestohlen hatte. Sämtliche Gegenstände wurden sichergestellt. Bei der Einvernahme in Beisein eines rumänisch sprechenden Polizisten als Dolmetscher zeigte sich der Beschuldigte geständig und gab an, den Einbruch alleine verübt zu haben. Er wollte den Container verstecken und anschließend die Sachen verkaufen, um zu Geld zu kommen.

Seit einem Jahr in Österreich

Als Gründe für den Einbruch nannte er seine finanziellen Schwierigkeiten und auch, dass ihm die Sachen so gut gefielen. Weiters gibt der Beschuldigte an, dass er sich seit über einem Jahr in Österreich aufhält, durch Gelegenheitsjobs sowie durch Betteln von Haus zu Haus, oder auf der Straße zu Geld kam. Der Rumäne ist auch schon mehrmals in Vorarlberg als Bettler aufgetreten und hält sich derzeit in Salzburg auf. Er wurde in die Justizanstalt Salzburg überstellt. Es sind noch weitere Ermittlungen notwendig.

Bisher wurden insgesamt 48 Personen, die dem Bettlermilieu zuzurechnen sind, wegen 64 Gerichtsdelikten angezeigt. Darunter Menschenhandel, versuchte schwere Erpressung, Raub, gewerbsmäßiger Betrug, Einbruchsdiebstahl, gewerbsmäßiger Diebstahl, Zuführen zur Prostitution, Raufhandel, Körperverletzung und weiterer Delikte, berichtet die Polizei in einer Aussendung.

(Quelle: S24)

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