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Kajetanerplatz soll Altstadt attraktiver machen

Der Kajetanerplatz in der Salzburg Altstadt soll Raum für diverse Märkte bieten. Wildbild/Archiv
Der Kajetanerplatz in der Salzburg Altstadt soll Raum für diverse Märkte bieten.

Der Salzburger Altstadt Verband macht mobil gegen die geplante Erweiterung der Einkaufszentren Europark, Outletcenter, Ikea sowie anderer Betreiber in der Salzburger Alpenstraße. Der Kajetanerplatz soll etwa als neuer Marktplatz dienen.

Wie Geschäftsführerin Inga Horny am Dienstag, bei einem Pressegespräch bekannt gab, "tun die enormen Erweiterungspläne der Salzburger Altstadt weh. Noch viel härter aber wäre die Infrastruktur des Einzelhandels in den Umlandgemeinden betroffen", so Horny, die die Altstadt mit einer Reihe von originellen Projekten attraktiver machen will.

Altstadt macht gegen Einkaufszentren mobil

Horny kündigte eine umfangreiche und repräsentative Wirtschaftsstrukturanalyse an. Damit soll geklärt werden, wie die in den vergangenen Jahren bereits erfolgten, aber nie untersuchten Erweiterungen der Einkaufszentren auf gewachsene innerstädtische Handelsstrukturen gewirkt haben.

"Wir werden jetzt Händler, Gastronomen und Kunden im Umkreis von 70 Kilometer befragen, wie sie auf das Wachstum dieser Einkaufszentren reagiert haben. Das ist absolut nötig, wenn man bedenkt, dass der Europark jetzt neuerlich von 42.000 auf 57.000, das Outletcenter von 28.000 auf 43.000 und Ikea von 28.000 auf 33.000 Quadratmeter erweitern wollen. Dazu kommt ein neues Einkaufszentrum in der Salzburger Alpenstraße, sodass allein die neu geplanten, projektierten und bei den Behörden eingereichten Verlaufsflächen rund 50.000 Quadratmeter betragen. Das sind Zwei Drittel der Verkaufsfläche der gesamten Altstadt", argumentierte die Chefin des Altstadtverbandes.

Märkte am Kajetanerplatz geplant

Deutlich beschaulicher sind die Projekte, mit der Horny die Salzburger Altstadt attraktiver machen will. So wird der mittlerweile autofreie aber wenig genutzte Kajetanerplatz hinter dem Justizgebäude Heimat für eine Reihe von Märkten. Verkauft werden sollen je nach Jahreszeit Pflanzensetzlinge von Laien und Profis, Kitsch, Kunst und Krempel aus privaten Beständen, Spiele aller Art, edles Kunsthandwerk, Bio-Lebensmittel aus der Umgebung oder Gustostückerl aus den Ausverkaufsbeständen der Textilhändler, und zwar unter dem klingenden Namen "Sunny Summer Sale".

Veranstaltungsreihe „Eat & Meet“ im März

Neu ist zudem die "to du!" - eine Akademie für Geschäftsleute, die 3.500 Euro für Kurse und Workshops zu innerstädtischen Unternehmensentwicklung ausgeben wollen und dafür Wertvolles über Persönlichkeit, Organisation, Arbeitsräume und lebenswerte Stadtentwicklung lernen können. Gratis hingegen ist die Teilnahme am Projekt "Hand.Kopf.Werk", bei dem nicht nur die handwerklich, sondern auch die geistig-kreative Salzburger vor den Vorhand gebeten werden sollen.

Der traditionsreiche Kulinarik-Event "Eat & Meet" mit seinen 70 Veranstaltungen im März dreht sich heuer um das Riechen von Lebensmittel für Kinder, um alte, vom Aussterben bedrohte Obst- und Gemüsesorten, um Ethik in der Küche (Stichwort Fleisch), um hochqualitative Drei-Gang-Menüs um 18 Euro für Studenten, um argentinisches Essen mit zeitgenössischer Musik und das Verkosten von ausgefallenen und seltenen heimischen Fischarten. Nicht zuletzt verweist der Altstadtverband auf ein Verkehrskonzept für die zentrale Grießgasse von Mönchsberg-Aufzug bis Staatsbrücke - für diese viel befahrene innerstädtische Durchzugsstraße wünschen die Vertreter der Salzburger Altstadtkaufleute eine Verringerung auf eine Fahrspur und damit erhöhte Lebensqualität für Anrainer und Fußgänger.

(APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 19.06.2019 um 01:01 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/kajetanerplatz-soll-altstadt-attraktiver-machen-42624700

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