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Globale Klimaschutz-Demos

Schüler-Protest vor Salzburger Porsche-Zentrale

Klimaprotest in Graz
In vielen Städten Österreichs gingen Schüler für mehr Klimaschutz auf die Straße.

Im Zuge der zweiten weltweiten "FridaysForFuture"-Proteste für mehr Klimaschutz am Freitag sind auch in Österreich vor allem Schüler auf die Straße gegangen. In der Stadt Salzburg leisteten rund 1.000 Schüler ihren Beitrag zu der globalen wöchentlich stattfindenden Klimakundgebung. Im Mittelpunkt ihres Protestes am Freitag stand dabei das Thema Verkehr - "Österreichs Klimakiller Nummer 1".

Die zahlreichen Teilnehmer wählten ein symbolisches Ziel für den heutigen Demonstrationszug. Nach einer Auftaktkundgebung am Residenzplatz marschierten die Schüler zum Sitz der Porsche Holding Salzburg, dem größten Autohandelsunternehmen Europas.

Auch du bist zebramann // It‘s on. Klimastreik ab 5 vor 12 Uhr. Treffpunkt: Mozartplatz Kommet alle! Bussis FfF

Gepostet von Fridays For Future Salzburg am Freitag, 24. Mai 2019

Klima-Protest vor Porsche Zentrale

Geplant war, das Gelände mit einer Menschenkette zu umkreisen. Die Forderungen der Demonstranten gingen heute dabei weit über ein schlichtes "Mehr Rad, mehr Öffis" hinaus. Die Schüler fordern etwa einen Rück- und Umbau der Automobilindustrie und eine massive Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene.

Proteste in ganz Österreich

Neben Salzburg wurde auch in Graz, Innsbruck, Linz, Wien, Klagenfurt, Bregenz, Eisenstadt, Gmunden, Ried im Innkreis sowie in Pöllau demonstriert. Im Fokus des neuerlichen Klimastreiks stehen die anstehenden Europawahlen. Beim ersten großen Klimastreik am 15. März gingen in Österreich mehr als 20.000 Schüler und Studenten auf die Straße.

Unterstützung gab es erneut von den Umwelt-NGOs: "Viele Schülerinnen und Schüler, die heute für ihre Zukunft auf die Straße gehen, können bei der bevorstehenden EU-Parlamentswahl nicht mitreden. Daher liegt es in den Händen aller Wahlberechtigten, am 26. Mai auch zugunsten der kommenden Generationen ein gerechtes, ökologisches und unabhängiges Europa zu wählen", sagte Greenpeace-Klimaexperte Adam Pawloff. Auch Global 2000-Klimasprecher Johannes Wahlmüller forderte "eine soziale und ökologische Ausrichtung der EU, damit wir die Klimakrise lösen können". Der WWF Österreich verlangte von allen Parlamentsparteien, "noch vor der Neuwahl ein ambitioniertes Klimaschutz-Programm mit konkreten Maßnahmen auf Schiene zu bringen".

Weltweite Proteste für mehr Klimaschutz

An der ersten Auflage eines globalen Klimaprotesttages hatten sich am 15. März weltweit etwa 1,9 Millionen Menschen beteiligt. Nach Thunbergs Vorbild gehen Schüler und junge Erwachsene seit Monaten immer freitags auf die Straße - meist während der Schulzeit. Mittlerweile haben sich auch viele Erwachsene den Demonstranten angeschlossen.

(Quelle: APA)

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