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Koalition: Haslauer von Absage an Rauchverbot enttäuscht

Haslauer hätte sich ein Rauchverbot gewünscht. APA/Neubauer
Haslauer hätte sich ein Rauchverbot gewünscht.

Auch in der Salzburger ÖVP ist man vom schwarz-blauen Kippen des generellen Rauchverbotes in der Gastronomie nicht begeistert: "Dieser Kompromiss gefällt uns weniger gut", sagte ein Sprecher von Landeshauptmann und ÖVP-Landesparteiobmann Wilfried Haslauer am Dienstag auf Anfrage der APA. Kritik kommt auch von ÖVP-Gesundheitsreferent Christian Stöckl.

"Es ist nicht die Regelung, die wir uns gewünscht haben", sagte Haslauers Sprecher. Der Landeshauptmann habe sich gewünscht, dass die bisherige Regelung ausläuft.

Haslauer: "Kompromiss gefällt uns weniger"

Bei Koalitionsverhandlungen gebe es Kompromisse, die einem mal besser, mal weniger gut gefallen würden. "Dieser Kompromiss gefällt uns weniger gut."

Das Anheben des generellen Rauchverbotes von 16 auf 18 Jahre wird von Haslauer begrüßt. "Es ist gut, wenn es einheitliche Jugendschutzbestimmungen in Österreich gibt." Es gebe ja schon seit langem Bestrebungen, den Jugendschutz zu vereinheitlichen.

Salzburgs schwarzer Gesundheitsreferent Stöckl, der ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie befürwortet, ist enttäuscht über den nun getroffenen Kompromiss bei den Koalitionsverhandlungen. Beim Thema Gesundheit sollten keine Kompromisse gemacht werden, Rauchen sei extrem gesundheitsschädlich, der Kompromiss tue ihm weh, betonte Stöckl.

Berthold: "Zwei Schritte zurück"

Ähnlich sieht man es bei den Koalitionspartnern in der Salzburger Landesregierung, des Grünen. Landesrätin Martina Berthold sieht in der geplanten neuen Regelung "einen Schritt vor beim Jugendschutz und zwei Schritte zurück beim Schutz von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gastronomie", wie sie der APA sagte.

(APA)

Aufgerufen am 11.12.2018 um 05:07 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/koalition-haslauer-von-absage-an-rauchverbot-enttaeuscht-57556213

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