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Kritik an Herbert Kickl: "Lassen uns den Salzburger Weg nicht mutwillig zerstören"

Kickls Forderung stößt bei Martina Berthold auf völliges Unverständnis. Neumayr/Archiv
Kickls Forderung stößt bei Martina Berthold auf völliges Unverständnis.

Mit der Forderung nach Asyl-Großquartieren stößt Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) bei der Salzburger Integrationslandesrätin Martina Berthold (Grüne) auf völliges Unverständnis. Man lasse sich den "Salzburger Weg der Integration nicht mutwillig zerstören". 

Der sogenannte Salzburger Weg, den das Bundesland seit Oktober 2015 beschreitet, habe sich absolut bewährt, bilanziert Gerhard Feichtner, im Büro Berthold zuständig für Grundversorgung und Asylwesen, am Freitag im Gespräch mit SALZBURG24. Dabei gehe es allen voran um Spracherwerb ab dem ersten Tag sowie eine ausgewogene regionale Verteilung der Quartiere.

"Funktionierendes Integrationsnetzwerk" in Salzburg

"Als Landesrätin habe ich in den vergangenen Jahren mit voller Kraft an einer qualitätsvollen Unterbringung und beherzten Begleitung von asylsuchenden Kindern, Frauen und Männern gearbeitet. Gemeinsam mit Hilfsorganisationen und vielen freiwillig engagierten Salzburgerinnen und Salzburgern haben wir ein funktionierendes Integrationsnetzwerk aufgebaut", kommentierte die für Integration zuständige Politikern des Weiteren auf Facebook Kickls Vorstoß.

"Konzentriert": Kickl verteidigt sich

Unterdessen hat Kickl klar gestellt, dass er mit seinen Aussagen zu Asyl-Großquartieren keinesfalls auf Konzentrationslager angespielt habe. Der Begriff "konzentriert" habe sich inhaltlich ausschließlich auf eine geordnete (zeitlich und strukturell) Durchführung von Asylverfahren im Interesse sowohl der Schutzbedürftigen als auch des Gastlandes bezogen. Die Formulierung hatte heftige Reaktionen hervorgerufen.

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