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Für 200 Millionen Euro

Land baut neues Zentrum am Hauptbahnhof

Landesdienstzentrum, Pläne, Politik Land Salzburg/Franz Neumayr
Von links: Landesamtsdirektor Sebastian Huber, Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) und Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP).

Das Bürgerzentrum beim Salzburger Hauptbahnhof wird bis 2026 durch das neue Landesdienstleistungszentrum ersetzt. Ziel ist es, den Großteil der Landesverwaltung in einem modernen Gebäude zu bündeln. Der Kostenrahmen beläuft sich auf 150 bis 200 Millionen Euro.

Salzburg

Eine genaue Prüfung der bestehenden Landesgebäude dort hatte bereits im Vorjahr ergeben, dass der ursprünglich aus dem Jahr 1957 stammende und laufend erweiterte Bau am Bahnhof seine Grenzen erreicht hat und eine Sanierung der Häuser sowohl technisch als auch finanziell nicht sinnvoll wäre. Deshalb werden die bestehenden Gebäude abgerissen und an dieser Stelle ein modernes Landesdienstleistungszentrum errichtet werden. "Der Spatenstich soll bis 2023 erfolgen“, erklärt Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP).

9.000 Quadratmeter für 1.200 Mitarbeiter

Der zusätzliche Platzbedarf am Bahnhof wird durch den Ankauf der unmittelbar angrenzenden Grundstücke der ÖBB und eines privaten Eigentümers gedeckt. Auf knapp 9.000 Quadratmetern Fläche werden 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landesverwaltung ihren künftigen Arbeitsplatz haben.

Beim Bau des neuen Landesdienstleistungszentrums wollen Salzburgs Grüne „Topstandards in Sachen Öko“ sehen: „Alle reden davon, dass wir aufgrund der Überhitzung des Klimas unsere Städte neu denken und vor allem anders bauen müssen. Bei der Errichtung des Landesdienstleistungszentrums hat Salzburg die Chance, genau das zu tun. Dieser Bau muss höchste ökologische Standards erfüllen“, fordert Josef Scheinast, Umweltsprecher der Grünen im Landtag.

Bis zu 200 Millionen Euro Kosten

Die Finanzierung erfolgt aus dem Budget des Landes. Die Gesamtkosten werden sich voraussichtlich zwischen 150 und 200 Millionen Euro bewegen. Eine exaktere Kostenprognose lässt sich erst nach der ersten Planungsphase abgeben. In dieser Schätzung sind Gegenfinanzierungen noch nicht miteinberechnet. Diese sollen vor allem durch den Verkauf nicht mehr benötigter Grundstücke erzielt werden sowie durch den Wegfall von Anmietungs- und Betriebskosten entstehen.

Alte Gebäude nutzen

Die Entwicklung des Landesdienstleistungszentrums ist zugleich eine Chance für die weitere Entwicklung des Bahnhofsviertels, heißt es in einer Aussendung des Landes. Potenzial für Wohnbau sieht das Land aber auch in den Liegenschaften in der Michael-Pacher-Straße. Dazu wird es gesonderte Gespräche mit der Stadt und mit gemeinnützigen Bauträgern geben. Die historischen Gebäude in der Altstadt, wie zum Beispiel der Chiemseehof sowie die Häuser in der Kaigasse und auf dem Mozartplatz, werden weiter genutzt.

(Quelle: SALZBURG24)

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