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Land Salzburg gibt Tipps zum richtigen Verhalten bei Weidetieren

Nach der Kuhattacke am Mittwoch in Obertauern, bei dem eine 31-jährige Frau und ihr eineinhalb Jahre altes Kind von der Viehherde überrannt wurden, ist das Land Salzburg um Aufklärung bemüht und veröffentlichte Tipps zum richtigen Verhalten bei Weidetieren.

Besonders während der Wandersaison kommt es immer wieder zu Unfällen mit Weidetieren. "Um Zwischenfälle mit Almtieren zu vermeiden, sollten einige Grundregeln beachtet werden und die Verhaltensweisen der Almrinder bekannt sein", sagte Agrarlandesrat Josef Schwaiger am Donnerstag und verwies auf Informationsmaßnahmen des Landes.

Infobroschüre 30.000 Mal gedruckt

Von der Informationsbroschüre "Ich bin stärker – Verhalten von Weiderindern richtig einschätzen" wurde insgesamt eine Auflage von 30.000 Stück in den vergangenen vier Jahren gedruckt. Die Broschüren wurden und werden an Tourismusverbände, Bergbahnbetreiber und Gemeinden verteilt. Die Neuauflage ist auf der Landes-Website verfügbar. Darüber hinaus hat die Tiroler Landwirtschaftskammer ein animiertes Informationsvideo erstellt.

"Den Tieren nicht zu nahe kommen"

"Wenn es nicht unbedingt nötig ist, sollte man weidenden Tieren nicht zu nahe kommen und vor allem Kälber weder streicheln noch füttern. Wenn in einer Herde Unruhe herrscht oder Wanderer durch einzelne Tiere bereits fixiert werden, sollte unbedingt Abstand von den Tieren gehalten und lieber ein Umweg in Kauf genommen werden.

Obacht, bei Wanderungen mit Hunden!

Werden Wanderer von Hunden begleitet, muss unbedingt verhindert werden, dass die Hunde der Herde zu nahe kommen oder diese jagen wollen. Hunde werden von Rindern als Feinde betrachtet und daher vor allem von Muttertieren häufig angegriffen. Hunde sollen nur von der Leine gelassen werden, wenn abzusehen ist, dass ein Rind angreift, da Hunde im Gegensatz zum Menschen schnell genug sind, um einem Angriff auszuweichen", erklärte Salzburgs Tierschutzombudsmann Alexander Geyrhofer.

Bei Kuchangriff Ruhe bewahren

Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu gefährlichen Situationen kommen, rät der Tierschutzombudsmann den Wanderern, Ruhe zu bewahren, nicht davonzulaufen und wenn möglich mit einem Wanderstock oder einem ähnlichen Gegenstand Drohgebärden zu machen. Auch laute Zurufe können aggressive Rinder zum Umkehren bewegen. Wenn alles nichts nützt, hilft nur mehr ein konsequenter und langsamer Rückzug aus der Gefahrenzone, ohne den Tieren jedoch den Rücken zuzukehren.

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