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Lange Nacht der Kirchen

"Fuckup Night" in der Andräkirche

Rund 20.000 Besucherinnen und Besucher verbrachten die Nacht auf Samstag in einer Kirche. Bereits zum 13. Mal fand nämlich die Lange Nacht der Kirchen statt. In der Erzdiözese Salzburg gab es 50 Schauplätze. Heuer erstmalig war die Pfarre St. Andrä in der Stadt Salzburg programmatischer Hotspot.

Positive Bilanz zog der Projektkoordinator Johannes Wiedecke: "Es ist wunderschön, dass so viele Menschen in Salzburg unterwegs sind, durch die Nacht schwärmen und dem Licht der Freiheit nachspüren."

Scheitern zur Sprache gebracht

Ein außergewöhnliches Format, das Scheitern zum Thema macht, erwartete die Besucherinnen und Besucher der Langen Nacht der Kirchen bei der „Fuckup Night“ (übersetzt: Scheiterabend) in der Andräkirche. Die Idee hierzu kommt ursprünglich aus Mexiko: "Drei bis vier Menschen machen ein Scheitern aus ihrem Berufsleben vor einem Publikum sichtbar. Sie sprechen für je zehn Minuten und in zehn Bildern. Danach darf und soll gefragt und diskutiert werden", erklärt Aleksandra Nagele, Initiatorin der "Fuckup Nights (F.U.N)" Salzburg. Scheitern solle so als möglicher Teil des Weges akzeptiert werden: "Fehler machen wir alle. Darüber sprechen will niemand. Das ändert sich gerade", so Nagele.

Mission Freiheitsschimmer

Heuer gab es erstmalig Lichtinstallationen an und in den Kirchen. "Mission Freiheitsschimmer" hieß die unübersehbare Aktion – an mehrere Kirchenmauern der Stadt wurden während des ganzen Abends Zitate zum Thema Freiheit projiziert. Eine stimmungsvolle Lichterfeier im Salzburger Dom bildete den heurigen spirituellen Abschluss der Langen Nacht der Kirchen. Um 23.30 Uhr entzündeten die Feiernden ein Licht zum Zeichen der Freiheit und stimmten mit der Künstlerin Elisabeth von Trapp in den Gospelsong "Free at Last" ein.

Lange Nacht der Kirchen in ganz Österreich

Rund 360.000 Menschen haben am Freitag österreichweit an der 15. "Langen Nacht der Kirchen" teilgenommen. Dies teilten die Organisatoren am Abend laut Kathpress mit. Rund 800 Kirchen, Klöster und Pfarrzentren zwischen Boden- und Neusiedlersee hielten teils bis in die späten Nachtstunden hinein offen.

Besucher konnten aus einem bunten Programm-Mix aus Musik, Gebet, Film, Kirchenführungen und Ausstellungen sowie Lesungen und Diskussionen wählen. An der "Langen Nacht" beteiligten sich alle 16 im Ökumenischen Rat vertretenen christlichen Kirchen in Österreich. Ein gemeinsames Glockengeläut der teilnehmenden Gotteshäuser läutete die insgesamt rund 3.000 Einzelveranstaltungen der Kirchennacht ein.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 22.10.2019 um 10:21 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/lange-nacht-der-kirche-fuckup-night-in-der-andraekirche-70767523

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