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Leo Schitter ist neuer Vorstand der Salzburg AG

Die Salzburg AG hat seit Montag einen neuen Vorstand. Der 44-jährige Leo Schitter wird seinen Vorgänger Arno Gasteiger ablösen.

Der neue Vorstand des Versorgers Salzburg AG heißt Leonhard Schitter. Der 44-jährige Geschäftsführer der Kaindl Holzindustrie wurde am Montag vom Aufsichtsrat einstimmig zum Nachfolger des Vorstandssprechers Arno Gasteiger nominiert, der mit Jahresende in den Ruhestand tritt. Der zweite Vorstand des Unternehmens, August Hirschbichler, rückt dann zum Vorstandssprecher auf, wie bei einem Pressegespräch bekanntgegeben wurde. Voll des Lobes waren heute Aufsichtsrats-Chef LHStv. David Brenner (S) und dessen Stellvertreter Bgm. Heinz Schaden (S), was die Qualifikationen Schitters betrifft. "Ich habe gesagt, schickt's uns ein Kaliber. Und diesem Wunsch wurde entsprochen", so Schaden. Auch Leo Windtner, Generaldirektor der Energie AG (sie hält 26,13 Prozent Anteile an der Salzburg AG), habe das so gesehen.

Schitter der Richtige für Salzburg AG

Schitter ist Jurist und war von 1994 bis 1999 Sekretär der ÖVP-Landeshauptleute Hans Katschthaler und Franz Schausberger. Anschließend wechselte er zu Kaindl, wo er laut Brenner in den elf Jahren den Umsatz nahezu verdoppeln konnte. Er kenne den öffentlichen Dienst und habe Erfahrung in der Führung eines großen Unternehmens. Vor allem aber sei Schitter bei Kaindl schon in zwei Kernbereichen der Salzburg AG tätig gewesen: Das Holz-Unternehmen betreibt Kraftwerke und sei mit seinem Cargo-Shuttle-Service im Güterverkehr unterwegs, so Brenner. "Ich freue mich auf meine neue Aufgabe. Die Salzburg AG ist ein hervorragendes Unternehmen mit hoch qualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Es hat in den vergangenen zehn Jahren eine äußerst erfolgreiche Entwicklung genommen. Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, dass dieser Weg erfolgreich fortgesetzt wird", sagte der neue Vorstand.

Schitter setzte sich gegen 32 Bewerber durch

32 Kandidaten haben sich um den Job beworben, das Beratungsunternehmen Hill International hat zunächst sieben ausgewählt und daraus letztlich drei dem Aufsichtsrat zum Hearing vorgeschlagen. Neben Schitter waren dies ein Bewerber aus dem Unternehmen und ein Bezirkshauptmann aus Oberösterreich. Die Entscheidung nach dem Hearing fiel rasch: "Wenn's hochkommt, waren es zwei Minuten", so Schaden. Schitter wird seine Bezüge, die maximal die Höhe des Einkommens der Landeshauptfrau erreichen dürfen, offenlegen müssen, sagte Brenner. Ganz überraschend kam die Bestellung Schitters trotz dieses Auswahlverfahrens nicht: Sein Name tauchte schon bald nach Gasteigers Ankündigung auf, sich aus dem Unternehmen zurückzuziehen. Und nach der gängigen Farbenlehre im Land Salzburg wird dieser Posten der ÖVP zugeschrieben. Schadens Anmerkung dazu: "Bitte vergessen Sie hier alles, was man bisher zu Bestellungen bei öffentlichen Unternehmen gesagt hat."
(Quelle: S24)

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