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Letzter Air Berlin-Flieger verlässt Salzburg

An die Flugnummer AB 8527 wird man sich in Salzburg noch lange erinnern: Es war die letzte Air Berlin-Flugnummer die man am Salzburg Airport auf den Anzeigetafeln lesen konnte. Am Freitag um 20:50 Uhr, heiß es auch in Salzburg "Ade Air Berlin": Nach 16 Jahren und 15.760 Flügen. Ein Rückblick auf die Geschichte der Fluglinie am Salzburger Flughafen.

Der letzte rot-weiße Air Berlin-Flieger verließ Salzburg und verschwand am Himmel in Richtung Düsseldorf. Am Freitag stellte die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin ihren Betrieb ein. Noch etwas wird den Passagieren in Erinnerung bleiben – das rote Air Berlin-Schokoherz. Mit der Insolvenz von Air Berlin geht ein Stück europäischer Luftfahrtgeschichte zu Ende.

15.760 Flüge, vier Millionen Passagiere

Für Salzburg war Air Berlin – gegründet von Joachim Hunold und Kim Lundgren im Jahr 1991 - seit dem 29.10.2002 ein fixer Bestandteil am Luftfahrthimmel. In den 16 Jahren Air Berlin in Salzburg wurden bei 15.760 Flügen knapp vier Millionen Passagiere befördert. "Wir wünschen allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von Air Berlin – die uns lange Jahre in Freundschaft verbunden waren - viel Glück für die Zukunft. Ich denke, wir werden viele von Ihnen bald in einem anderen Cockpit in Salzburg wiedersehen", so Flughafengeschäftsführer Roland Hermann.

Die Air-Berlin-Flugzeuge waren nicht immer rot. Foto: Airport Salzburg Salzburg24
Die Air-Berlin-Flugzeuge waren nicht immer rot. Foto: Airport Salzburg

Wie Air Berlin zu einer Fluggesellschaft wurde

Unter Joachim Hunold entwickelte sich Air Berlin PLC & CO. Luftverkehrs KG von einem reinen Charterflugunternehmen zu einer Fluggesellschaft, die auch sogenannte "seat only" Angebote für den Markt entwickelte. 2001 hatte die Fluggesellschaft bereits 25 Maschinen vom Typ Boeing 737-800 in Betrieb und bot Ferienflüge von 14 deutschen Flughäfen aus an. Ab 2004 ging Hunold auf Einkaufstour, erwarb im selben Jahr von der österreichischen Flyniki 24 Prozent der Anteile. Mit dem Erwerb der deutschen Fluggesellschaft dba im Jahr 200 wuchs Air Berlin auf knapp 19,7 Millionen Passagiere an. Knapp ein Jahr später übernahm Hunold mit seiner Air Berlin das deutsche Traditionsunternehmen LTU und beteiligte sich mit 49 Prozent an der Schweizer Fluggesellschaft Belair. Das Jahr 2010 war nicht nur das Jahr, in dem Flyniki zu 100 Prozent in den Besitz von Joachim Hunold und seiner Air Berlin wanderte, sondern auch das Jahr in dem Air Berlin der Oneworld Allianz beitrat.

Mit dem offiziellen Beitritt der Air Berlin zum Allianzen-Netz der Oneworld im Jahr 2012 erschloss sich Air Berlin-Kunden das globale Netzwerk von über 800 Zielen in 150 Ländern.

(Quelle: S24)

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