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Wo Salzburg nachts das Licht abdreht

Festung, Schloss Mirabell und Co früher im Dunkeln

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Salzburg reduziert die Beleuchtung öffentlicher Gebäude, Kirchen und Denkmäler. (SYMBOLBILD)

Salzburgs bekannte Sehenswürdigkeiten strahlen künftig nachts nicht mehr so lange im hellen Licht. Denn ab Montag wird die Beleuchtungszeit bei 32 Gebäuden und Denkmälern im Stadtgebiet um eine Stunde reduziert. Damit soll "ein sichtbares Zeichen der Einsparung gesetzt" werden.

Salzburg

In Deutschland hat die bayerische Stadt Nürnberg vor einigen Wochen damit begonnen, das nächtliche Licht bei Sehenswürdigkeiten und Denkmälern auszuknipsen. In dieser Woche folgte auch die deutsche Hauptstadt Berlin: Hier soll die Beleuchtung von mehr als 200 Bauwerken ausgeschaltet werden, um Energie zu sparen.

Licht aus: Salzburg zieht nach

In Österreich ist bislang nur Niederösterreich mit einer solchen Energie-Sperrstunde vorgestoßen. In Wiener Neustadt haben die Stadt, die Militärakademie und die Pfarren die abendliche Beleuchtung von Sehenswürdigkeiten bereits ausgesetzt. Am Donnerstag folgte mit Linz die Hauptstadt Oberösterreichs.

 

Am Freitag gab die Stadt Salzburg nun bekannt, die Beleuchtungszeit im öffentlichen Raum um eine Stunde zu reduzieren. "Gemeinsam mit dem Bürgermeister (Harry Preuner (ÖVP), Anm.) habe ich vereinbart, dass es bei der Anstrahlung der Kirchen und Denkmäler in unserer Altstadt früher 'Licht aus!' heißt“, so Stadträtin Martina Berthold (Bürgerliste) am Freitagmittag in einer Aussendung.

Energiesparen im öffentlichen Raum

Speziell bei den am kräftigsten beleuchteten Orten wie der Festung (mit rund 13.000 Watt), dem Neutor samt Pferdeschwemme (3.500 Watt) sowie der Kollegienkirche (2.300 Watt) soll sich die Einsparung deutlich bemerkbar machen. Auch das Schloss Mirabell (1.000 Watt) sei unter den Objekten mit größerem Einsparungspotenzial.

Die gesetzlich vorgeschriebene Beleuchtung von Straßen, Wegen und Schutzwegen bleibe unverändert, wird in einer Aussendung betont.

Anstrahlungszeit in Salzburg reduziert

Ab 1. August wird bei 32 Objekten im Stadtgebiet die Beleuchtungszeit reduziert. Die Zeiten werden wie folgt definiert:

  • August (Festspielzeit) bis 24 Uhr statt 1 Uhr
  • September bis Oktober bis 23 Uhr statt 24 Uhr
  • November bis März bis 22 Uhr statt 23 Uhr
  • April – August bis 23 Uhr statt 24 Uhr

Die davon betroffenen 32 Objekte befinden sich zum Großteil in der Altstadt und betreffen vorwiegend Kirchen und Denkmäler.

"Licht aus" bei diesen Sehenswürdigkeiten

  • Domkabine Festung
  • Neutor und Siegmundsschwemme
  • Kollegienkirche
  • Kirche Mülln
  • Mönchsbergwand
  • Dom
  • Dreifaltigkeitskirche
  • St.-Peter-Kirche
  • Bahnhof Lichtstele
  • Kirche St. Sebastian
  • Kajetanerkirche
  • Schloss Mirabell
  • Kirche Gnigl
  • Ursulinenkirche (Markuskirche)
  • Kurgarten
  • Kirche Liefering
  • Rathaus
  • Monatsschlössl
  • Michaelitor
  • Glockenspiel
  • Mozartdenkmal
  • Furtwänglergarten Scheinwerfer
  • Kajetanerplatz Justizgebäude
  • Bahnhof Am Hain Denkmal
  • Makartsteg
  • Mirabell - Brücke Zwergerlgarten
  • Kurgarten Rainerstraße Kirschenhain
  • Mirabellbrunnen 4 Elemente
  • Nonnbergstiege, Stollenmauer
  • Max-Reinhardt-Platz, Hausfront nähe Station
  • Vogelhaus und Adler
  • Brunnen Laubengang Schloss Mirabell

"Am 23. September gehen wir noch einen Schritt weiter", führt Berthold weiter aus: "Die Stadt beteiligt sich wieder an der weltweiten Aktion 'Earth Night' und schaltet ab 22 Uhr an über 100 Denkmälern, Brunnen, Kirchen und auch die Festung Hohensalzburg die Lichter aus. Diese Aktion gegen die fortschreitende Lichtverschmutzung in unseren Städten steht heuer noch stärker im Zeichen des Energiesparens."

Zudem hat die Stadt bereits 2013 begonnen, Leuchten und Masten auf LED-Lampen umzurüsten - bei mehr als 2.350 Lichtpunkten erfolgte bereits ein Austausch.

Earth Hour 2021 FMT-Pictures/T.A.
Salzburgs Denkmäler blieben unbeleuchtet.

Earth Hour: So schön kann Dunkelheit sein

Um ein Zeichen gegen Lichtverschmutzung zu setzen, blieben die meisten Denkmäler in der Stadt Salzburg letzte Nacht unbeleuchtet. So schön kann Dunkelheit sein. Klickt euch durch die Bilder.

Wie KathPress berichtete, arbeitet die Erzdiözese Salzburg unterdessen an einem Energieleitfaden, der Tipps und Möglichkeiten aufzeigt, wie die Pfarren in unterschiedlichen Bereichen mit weniger Energie auskommen können. Demnächst soll dem Vernehmen nach eine Broschüre verteilt werden. Auch der Spar-Konzern will künftig nachts das Licht reduzieren, wie das Unternehmen am Donnerstag informierte.

(Quelle: SALZBURG24)

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