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Einheitlicher Plan fehlt

Keine Licht-Sperrstunde für Salzburgs Geschäfte

Weihnachtsbeleuchtung in der Altstadt wird angepasst

Leere Getreidegasse APA/BARBARA GINDL
Die Geschäftstreibenden in der Salzburger Altstadt sollen selbst entscheiden, ob sie ihre Schaufenster nachts beleuchten. (ARCHIVBILD)

Während andere Städte und Länder bereits eine Licht-Sperrstunde fordern bzw. umsetzen, sei das in der Salzburger Altstadt noch kein Thema. Geschäftstreibende müssten in Eigenverantwortung handeln, einen einheitlichen Plan für dunkle Schaufenster gäbe es nicht.

Salzburg

Die aktuelle Energiekrise trifft uns alle. Darum sind nicht nur private Haushalte aufgefordert, Energie zu sparen, sondern auch öffentliche Einrichtungen. So begrenzte etwa die Stadt Salzburg die Beleuchtungszeit von Gebäuden und Sehenswürdigkeiten. Manche Städte und Länder wollen aber sogar noch einen Schritt weiter gehen.

 

Licht-Sperrstunde

Der niederösterreichische LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP) sprach sich für etwa eine "Sperrstunde" für unnötigen Strom- und Lichtverbrauch aus. Bei Einkaufszentren samt Parkplätzen sowie Schaufenstern "wäre eine Licht-Sperrstunde in Krisenzeiten zu überlegen", teilte der Landesvize bereits Ende Juli mit. Auch Gemeinden und Pfarren sollen prüfen, wo Energie eingespart werden kann. Auch die Wirtschaftskammer Wien rät Geschäftstreibenden, ihre Schaufensterbeleuchtung nicht die ganze Nacht in Betrieb zu haben.

 

In Spanien trat Mitternacht der scharfe Energie-Sparplan in Kraft. Dieser besagt unter anderem, dass Beleuchtung nicht genutzter Büros, von Schaufenstern und Denkmälern nach 22 Uhr ausgeschaltet werden müssen.

Schaufenster in Altstadt bleiben beleuchtet

Ist das eine Überlegung, die man auch in den Einkaufsgassen der Stadt Salzburg umsetzen könnte? Aktuell gibt es auf diese Frage seitens des Altstadtverbands ein klares „nein“. „Wir können nicht in operative Angelegenheiten der Geschäftstreibenden eingreifen“, heißt es auf Anfrage von SALZBURG24. Betreiber:innen müssten selbst entscheiden, ob sie ihre Schaufenster nachts beleuchten oder nicht. Auch wenn das zum Beispiel zu einem hell-dunklen Fleckerlteppich in der Salzburger Getreidegasse führen könnte. Einen einheitlichen Vorschlag soll es vom Verband nicht geben. Gespräche oder Überlegungen dazu ebenso nicht.

 

Stadt Salzburg geht als gutes Beispiel voran

Das stimme so allerdings nicht ganz. Zumindest laut dem Büro von Stadträtin Martina Berthold (Bürgerliste). Die Stadt Salzburg wolle als gutes Beispiel vorangehen und sei diesbezüglich in Kontakt mit Institutionen und Vereinen. So soll es auch bereits Gespräche zwischen Berthold und der Geschäftsführerin des Altstadtverbands, Sandra Woglar-Meyer, gegeben haben. Nach ersten Abstimmungen seien Umsetzungen bereits in Ausarbeitung. Das betrifft allerdings nur die Planungen für die Weihnachtsbeleuchtung.

Anpassung der Weihnachtsbeleuchtung in der Altstadt

Beim Thema Weihnachtsbeleuchtung scheinen die Gespräche Früchte getragen zu haben. „Aus heutiger Sicht wird es 2022 eine Weihnachtsbeleuchtung in der Salzburger Altstadt mit gegebenenfalls angepassten Schaltzeiten geben. Die Weihnachtsbeleuchtung in den Hauptgassenzügen (Getreide-, Juden-, Sigmund Haffner-, Linzer Gasse) wurde vor kurzem mit energiesparenden LEDs erneuert“, lässt Woglar-Meyer auf S24-Anfrage ausrichten. Falls eine einheitlich österreichweite Gesamtlösung angedacht wird, müsse diese aus Sicht des Altstadtverbandes möglichst rasch kommuniziert werden, denn die Beauftragung für den kommenden Advent sollte in den nächsten Wochen erfolgen, heißt es.

(Quelle: SALZBURG24/APA)

Aufgerufen am 29.11.2022 um 02:06 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/licht-sperrstunde-in-der-salzburger-altstadt-kein-thema-125458669

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