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Ludwig Paischer sagt "Danke Mama"

SALZBURG24 hat im Zuge der Aktion „Danke Mama“ Agnes und Ludwig Paischer getroffen, um über die Rolle der Mutter hinter dem erfolgreichen Sportler zu reden.

„Ich war immer begeistert, bin auf der Matte herumgesessen und habe zugeschaut“, erzählt Ludwig Paischer über seine Anfänge im Judo-Sport. Der Silbermedaillen-Gewinner von der Olympiade in Peking war schon als kleines Kind bei den Kämpfen der Mutter dabei, wo der Grundstein für seine Karriere gelegt wurde. „Er wollte schon unbedingt früher anfangen, als er durfte“, erzählte Mutter Agnes. Der kleine Ludwig musste warten, bis er Größe und Gewicht für den Judo-Sport erreicht hatte. So sah der Startschuss der erfolgreichen Judo-Karriere des Salzburgers aus. Welche Rolle dabei die Mutter spielte und was in ihrem Kopf vorgeht, wenn der mittlerweile 30-jährige Junior auf der Matte steht, verrieten die Beiden im Gespräch mit SALZBURG24 im Zuge der Aktion „Danke Mama“. Der Sportler steht öfter im Mittelpunkt – wir wollten wissen, welche Rolle die Mutter bei den Paischers spielt.

Die Judo-Karriere der Mutter

Mit 14 Jahren startete Agnes Paischer ihre eigene Judo-Laufbahn und auch nach der Geburt vom Junior stieg sie wieder auf die Matte. Als Lupo Paischer mit acht Jahren selbst in den Sport in den Kimono schlüpfte, gab Mutter Agnes ihre eigenen Judo-Ambitionen auf.  „Als er ins Training eingestiegen ist, dachte ich mir, es ist sinnvoller wenn ich aussteige, ihn zum Training bringen kann. Er wollte ja unbedingt schon anfangen“, erklärte Agnes Paischer diesen Schritt.

Paischer: „Du brauchst jemanden, der dich unterstützt“

„Die Unterstützung meiner Mutter war extrem wichtig und hat vieles erleichtert“, erklärte der erfolgreiche Judo-Sprössling. „Du brauchst als Kind jemanden, der dich ins Training ins Training bringt, dich unterstützt, dir die Trainingssachen herrichtet. Man ist in dem Alter eben noch sehr unselbstständig.“ Auch für die anerzogene Zielstrebigkeit ist Lupo seinen Eltern dankbar. „Du kannst jederzeit aufhören, aber einmal ins Training gehen und einmal nicht, das spielt es nicht“, habe es damals geheißen.

Rolle der Familie wird unterschätzt

Wenn die Familie nicht mitspielt, lässt sich eine derartige Karriere nicht verwirklichen. „Da muss die ganze Familie zusammenhalten. Das wird in der Öffentlichkeit sicher unterschätzt“, so Agnes Paischer. „Mit fünf, sechs Jahren tut man das, was die Eltern einen empfehlen“, ergänzt Sohn Ludwig, der es für wichtig hält, dass Kinder raus gehen und Bewegung haben, anstatt vorm Computer zu kleben. Bei den Paischers waren gemeinsame Tennis-Partien der Auslöser für die Lust am Sport. Und wenn draußen perfektes Bade- oder Skiwetter herrscht und lange Wochenenden in Judo-Hallen anstehen, ist die Vorbildwirkung der Eltern gefragt. „Da müssen die Eltern von ihren eigenen Interessen zurückschalten.“

„Es gibt immer wieder Situationen, in denen man Rückhalt braucht“

Heute ist Mutter Agnes im Wettkampf-Alltag des 30-Jährigen freilich nicht mehr stark vertreten. Die Wettkämpfe verfolgt die Straßwalchnerin natürlich trotzdem. „Man zittert immer mit“, so die Mutter. Und gerade dann, wenn es mal nicht so läuft oder der Sohn einfach am Flughafen gestrandet ist, ist es gut, wenn jemand da ist. „Es gibt immer wieder Situationen, in denen es wichtig ist, dass jemand Rückhalt gibt“, so Agnes Paischer.

Olympia-Medaille war der schönste gemeinsame Erfolg

Für all die Mühen, die man gemeinsam auf sich nimmt, können sich die beiden auch gemeinsam über Erfolge freuen. „Die Olympia-Medaille war schon was ganz besonderes“, leuchte bei Agnes Paischer noch heute die Augen, wenn sie an den schönsten gemeinsamen Erfolg denkt.

Paischer sieht Chance auf Gold bei Olympia

Für Olympia zählt sich Ludwig Paischer zum breiten Favoritenkreis. „Jeder, der sich qualifiziert hat, kann dort eine Medaille gewinnen, alle haben ein hohes Niveau“, erzählt das Salzburger Judo-Aushängeschild. „Olympiasieger können zehn oder zwölf Leute werden. Dazu gehöre ich auch“, sieht der 30-Jährige realistische Chancen, nach Silber in Peking aus London die Goldene mit nach Hause zu nehmen. „Die Chance haben aber noch viele Andere an dem Tag, deswegen muss ich mich auf mich konzentrieren und meine beste Leistung abrufen.“

„Danke Mama“ würdigt die Rolle der Sportler-Mütter

Paischer-Partner Procter & Gamble ermöglicht mit der Aktion „Danke Mama“ Sportler-Müttern bei den Bewerben ihrer Sprösslinge dabei zu sein und stellt somit die Leistung der Person, die hinter den Athleten steht, ins Rampenlicht. Die Aktion unterstützt weltweit mehr als 150 Athleten. Auch Agnes Paischer wird das Mitfiebern bei Olympia von „Danke Mama“ ermöglicht. (Florian Gann / SALZBURG24)
(Quelle: S24)

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