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Mehr Staus auf den Straßen - Samstag bleibt Hauptreisetag

Anzahl der Staus in Österreich gestiegen. Bilderbox
Anzahl der Staus in Österreich gestiegen.

Die Anzahl der Staus im Sommerreiseverkehr ist gestiegen. Und: Der Samstag bleibt zwar Hauptreisetag, Freitag und Sonntag werden aber immer häufiger genutzt. Ersterer bei der Hin-, zweiterer bei Rückreise. Aus Salzburg kamen fast 23 Prozent aller Staus.

In Summe zeigt die ÖAMTC-Bilanz über den Reiseverkehr im Sommer 2015 mit 484 eine höhere Anzahl an Staus im Vergleich zum Vorjahr. Gezählt wurden wie auch in den vergangenen Jahren Staus mit einer Länge von mehr als 1,5 Kilometern bzw. Verzögerungen von mindestens 15 Minuten an den Samstagen und Sonntagen während der Ferien in Österreich.

Zwei Gründe für die Steigerungen kennt man beim ÖAMTC: einerseits war 2014 der Reiseverkehr in der ersten Julihälfte aufgrund der Fußball WM auffallend gering, was dieses Jahr nicht der Fall war. Andererseits hat das durchgehend schöne Sommerwetter dazu geführt, dass der Urlaub oft bis zur letzten Minute ausgekostet wurde und daher der Trend der letzten Jahre, die Heimfahrt teilweise schon früher anzutreten, nicht fortgesetzt wurde. So kam es speziell an den Sonntagen zu mehr Staus Richtung Norden.

Meiste Staus in Kärnten und Oberösterreich

Nach den klassischen Transitländern Tirol und Salzburg wurden die meisten Staus überraschenderweise aus Kärnten und Oberösterreich gemeldet. "In Kärnten führen die Tunnels auf den Transitrouten - wie etwa der Oswaldiberg Tunnel auf der A10 und der Karawanken Tunnel auf der A11 - regelmäßig zu Staus. In Oberösterreich wird die Pyhrn Autobahn im Reiseverkehr stark belastet, was regelmäßig zu Staus vor der Tunnelkette Klaus führt. Hinzu kommt, dass bei der Hitze dieses Sommers das oberösterreichische Seengebiet als Ausflugs- und Wochenendziel angesagt war, was immer wieder Probleme auf der West Autobahn nach sich zog", so die ÖAMTC-Verkehrsexperten.

Fast 23 Prozent aller Staus aus Salzburg

Die Zahlen im Detail: 22,7 Prozent aller Staus wurden aus Salzburg gemeldet, fast ebenso viele mit 22,5 Prozent aus Tirol. Stark belastet waren auch Kärnten (12,6 Prozent) und Oberösterreich (12,4 Prozent), gefolgt von Niederösterreich (10,3 Prozent) und der Steiermark (9,9 Prozent).

Unfälle bleiben häufigste Stauursache

Unfälle waren auch dieses Jahr die häufigste Ursache für Staus, knapp gefolgt von Verkehrsüberlastung. Allerdings war der Anteil der durch Unfälle verursachten Staus heuer deutlich niedriger als in den vergangenen beiden Jahren.

Tauern Autobahn staureichste Straße

Unverändert an der Spitze des Stau-Rankings ist die Tauern Autobahn (A10). 15,5 Prozent aller registrierten Staus wurden hier verzeichnet. Dahinter liegt wie schon im Vorjahr die Fernpass Straße (B179) mit 9,5 Prozent, gefolgt von der West Autobahn (A1) mit 7,4 Prozent sowie der Pyhrn Autobahn (A9) mit 6,2 Prozent. Auffallend ist speziell die steigende Tendenz bei den Staus auf der A10. "Gab es bis vor wenigen Jahren einen einzigen, dafür enorm langen Stau vor dem Tauern Tunnel, sind es seit der Fertigstellung der zweiten Tunnelröhre mehrere kürzere Staus vor anderen Engstellen auf der A10. Die Gesamtfahrzeit hat sich dennoch deutlich verringert", analysieren die ÖAMTC-Verkehrsexperten.

Unterschiedliche Gründe für Staus – je nach Strecke

Deutliche Unterschiede sind zu erkennen, wenn man die Gründe für die Staus auf den einzelnen Strecken vergleicht. So kommen fast 90 Prozent aller Staus auf der B179 durch Verkehrsüberlastung zu Stande, auf der A10 ist Überlastung der Grund für mehr als die Hälfte der dort gemeldeten Staus. Andererseits sind drei Viertel aller Staus auf der A2 und mehr als die Hälfte der Verzögerungen auf der A1 auf Unfälle zurückzuführen.

(APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 16.04.2021 um 01:09 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/mehr-staus-auf-den-strassen-samstag-bleibt-hauptreisetag-48337087

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