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Neuer Winterattraktion

Eislaufspaß statt Flutlicht-"Desaster"

Salzburg investiert Fördergeld in Freizeitsport

Das große Ringen um den Flutlicht-"Kuchen" und die 650.000-Euro für die geplatzte Beleuchtungs-Anlage in Nonntal hat ein Ende: Am Freitag präsentiert die Salzburger Stadtpolitik ein neues Konzept nach Wiener Vorbild, mit dem das Geld mittels einer mobilen Eisfläche den Freizeitsport in der Landeshauptstadt beleben soll.

Nachdem sich der Traum vom Profi-Fußball beim SAK 1914 in Luft auflöste, machte die Salzburger Stadtpolitik prompt Vorschläge, wofür die finanziellen Mitteln verwendet werden sollen. Ganz oben auf der Wunschliste standen Investitionen für den Jugend- und Breitensport (KPÖ und Neos) sowie Sport-Infrastruktur (ÖVP und SPÖ) oder gar eine Aufpolierung des Klimafonds (Bürgerliste).

In Salzburg entsteht mobile Eisfläche

Die Wahl fiel auf eine 240 Meter lange und drei Meter breite Eisrunde über die Wiese beim Volksgartenbad. "Es standen ja einige Ideen im Raum, wie das Geld verwendet werden soll. Wir einigten uns nach mehreren Gesprächen darauf, mit rund 550.00 Euro der freiwerdenden Förderung eine dritte Eisfläche für den Publikumslauf zu bauen", sagte Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) im Gespräch mit SALZBURG24. Das neue Angebot im Freien soll ab dem Advent 2020 den "Volksgarten aufwerten und Jung und Alt ein schönes Wintererlebnis" bieten, erklärte Preuner bei der Pressekonferenz weiter.

Eisfläche, Volksgarten, SALZBURG24/Andonov
Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP/li.) und Bernhard Auinger (SPÖ) vor dem Standort für die neue, mobile Eisfläche in Salzburg.

"Wiener Eistraum" dient als Vorbild für Salzburgs Eislaufspaß

"Mit diesem Projekt wollen wir die zuletzt verlorenen Eisläufer in Salzburg wieder zurückgewinnen", sagte Vizebürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) im S24-Video (siehe oben). Am Beispiel "Wiener Eistraum" wird im Herzen der Mozartstadt am Badgelände vom Volksgarten eine mobile Eisfläche errichtet. Auf der Fläche von rund 1.300 Quadratmetern (entspricht ungefähr einer kompletten Eishalle) wird Salzburg ab kommendem Winter um eine Freizeitattraktion reicher. Das Gartenamt soll die Gestaltung inklusive stimmungsvoller Beleuchtung übernehmen.

Mit der mobilen Eisfläche erhoffen sich Preuner und Auinger einen 50-prozentigen Besucherzuwachs im Winter. Bisher zähle man von Oktober bis Mitte März rund 40.000 Eislauf-Fans, rechnet Abteilungsvorstand Klaus Hinterberger von der Stadt Salzburg vor. Den Namen für den neuen Eisweg werden die Salzburger laut Auinger mittels Vorschlägen selbst mitbestimmen.

Zweite Eishalle im Volksgarten soll umgebaut werden

Nach zehn Monate langer Planung und den freiwerdenden Mitteln stehen nun die Firmen-Ausschreibungen an. Mittelfristig will Auinger als Sport-Ressortchef eine bauliche Schließung der zweiten, überdachten Eishalle umsetzen, um so den Ganzjahresbetrieb für die Vereine zu ermöglichen. "Dafür müssen wir aber viele Kräfte bündeln. Wir sind diesbezüglich in engem Kontakt mit ÖVP-Landesrat Stefan Schnöll." Zudem will Auinger in der Stadt Salzburg – wie berichtet – in den Tennis-Sport und das Sportzentrum Nord investieren.

Doch das Projekt spürt just nach der Präsentation Gegenwind aus einer Oppositionspartei: "Eine mobile Eisfläche im Freibad für den Publikumslauf ist durchaus eine überlegenswerte Idee. Es drängt sich jedoch der Eindruck auf, dass aufgrund der freigewordenen Finanzmittel jetzt vorschnell ein Projekt aus dem Hut gezaubert wird“, äußert sich Ingeborg Haller, Klubobfrau der Bürgerliste, in einer Aussendung.

(Quelle: SALZBURG24)

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