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Mutmaßlicher Mord in Taxham: Anklage gibt Einblicke zur Bluttat

Nach dem mutmaßlichen Mord im Juni im Salzburger Stadtteil Taxham steht nun die Anklage gegen den 33-jährigen Verdächtigen. Der geflohene Häftling und sein späteres Opfer wohnten laut Anklageschrift zusammen. Das war auch nach der Bluttat so: Der Verdächtige nutzte die Wohnung weiter, in der die Leiche des 64-Jährigen lag.

Der 33-jährige Verdächtige soll im Juni einen 64-Jährigen in Taxham durch massive Gewalt getötet haben. Der Salzburger soll auf sein Opfer eingeschlagen, den Mann gewürgt und getreten haben, wie Andreas Wiesauer, Sprecher des Landesgerichts Salzburg, auf S24-Anfrage bestätigte. Dann ließ der Häftling des 64-Jährigen einfach liegen und lebte neben ihm weiter. Am 15. Juni schlugen schließlich Nachbarn Alarm, weil ihnen Verwesungsgeruch in die Nase stieg.

Taxham: Opfer und Täter wohnten zusammen

Der mutmaßliche Täter und das Opfer kannten sich laut Anklageschrift. Der 33-Jährige saß in der Justizanstalt Puch-Urstein gerade eine dreijährige Haftstrafe ab. Nach einem eintägigen Freigang im März kehrte er nicht zurück. Bei dem 64-Jährigen fand er Unterschlupf. Das gehe aus Aussagen von Nachbarn und Telefonauswertungen hervor. Dazu wurden Kleidungsstücke des Verdächtigen in der Wohnung des 64-Jährigen gefunden.

Hier soll der mutmaßliche Täter regelmäßig aus und ein gegangen sein./FMT-Pictures/MW Salzburg24
Hier soll der mutmaßliche Täter regelmäßig aus und ein gegangen sein./FMT-Pictures/MW

Der 33-Jährige ging in der Wohnung ein und aus, er hatte einen eigenen Schlüssel, oft soll es auch Streit gegeben haben. Wieso die Situation schließlich eskalierte, muss vor Gericht geklärt werden. Tatsache ist, dass der 33-Jährige 13-fach vorbestraft ist, überwiegend wegen Gewaltdelikten, wie Gerichtssprecher Wiesauer weiter mitteilte.

33-Jährige lebte neben Leiche in Wohnung

Noch an dem Tag, als die Leiche des 64-Jährigen gefunden wurde, soll der Verdächtige in der Wohnung des 64-Jährigen gewesen sein. Als die stark verweste Leiche am 15. Juni zugedeckt auf der Couch seiner Wohnung gefunden wurde, dürfte der 64-Jährige bereits etwa eine Woche tot gewesen sein. Der Verdächtige hatte die Wohnung laut Anklageschrift in dieser Zeit noch genutzt, wie häufig ist laut Wiesauer aber unklar.

Die Anklage wurde am 23. Oktober eingebracht. Nach einer zweiwöchigen Einspruchsfrist wird der Prozesstermin am 6. November festgelegt. Dem 33-Jährigen droht bei einem Schuldspruch lebenslänglich, also bis zu 20 Jahre Haft.

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(Quelle: S24)

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