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Mutmaßlicher Mordfall Roland K.: U-Haft über Verdächtige verlängert

Auf diesem Bauernhof ist die Leiche von Roland K. gefunden worden. APA/DANIEL SCHARINGER
Auf diesem Bauernhof ist die Leiche von Roland K. gefunden worden.

Im mutmaßlichen Mordfall Roland K. hat das Landesgericht Salzburg am Donnerstagnachmittag die Untersuchungshaft über eine 20-jährige Tatverdächtige bis 28. November 2017 verlängert. Die Frau wird gemeinsam mit zwei ebenfalls inhaftierten Männern verdächtigt, den 63-jährigen Roland K. im Juli des Vorjahres ermordet zu haben.

Kurt Jelinek, der Verteidiger der 20-Jährigen, hatte in der Vorwoche einen Enthaftungsantrag gestellt. Seine Mandantin sitze nur aufgrund der Aussagen ihres ebenfalls verdächtigen Ex-Freundes - ein 24-jähriger Musiker aus dem Flachgau - in Haft. Dieser sei psychisch höchst auffällig und habe seine Verantwortung schon ein halbes Dutzend Mal geändert, er sei also völlig unglaubwürdig.

Anwalt: Ex-Freund macht "falsche Angaben"

Einige Angaben des Mannes zur angeblichen Tatbeteiligung der 20-Jährigen seien außerdem "nachweisbar tatsachenwidrig", argumentierte der Anwalt. So habe er etwa falsche Angaben zur Farbe der Schlaftabletten gemacht, welche die Frau dem Opfer in Schokopralinen gemischt haben soll.

U-Haft trotzdem verlängert

Das Gericht sah aber heute weiterhin Gründe für eine Verlängerung der Untersuchungshaft. Die Frau war am 31. August von der Polizei festgenommen worden. Ihr Ex-Freund sitzt bereits sei 26. April in U-Haft. Der verdächtige Musiker hat vor rund zwei Wochen ein Geständnis abgelegt, das ihn sowie die zwei weiteren Verdächtigen belastet.

Demnach sollen er und seine damalige Freundin Roland K. mit Schlaftabletten, die in weißen Pralinen steckten, betäubt und gefesselt, geknebelt und ihm einen Sack über den Kopf gestülpt haben. Sie hätten den 63-Jährigen aber nur betäuben und ausrauben wollen. Tatsächlich starb das Opfer aber. Bei der Obduktion konnte keine genaue Todesursache mehr festgestellt werden, die Staatsanwaltschaft geht aber davon aus, dass K. erstickt ist.

Leiche von Roland K. in Futtertrog entsorgt

Der Vorschlag zum Raub sei von einem 29-jährigen Wirt aus Oberösterreich gekommen, dem er Geld geschuldet habe, so der Musiker. Gemeinsam mit dem Wirt soll er dann auch die Leiche versteckt haben, und zwar auf dessen Anwesen im Innviertel, wo der Tote heuer im Futtertrog eines aufgelassenen Schweinestalls gefunden wurde. Der Wirt - er sitzt seit 12. Mai in U-Haft - beteuerte wie die Ex-Freundin bisher seine Unschuld.

(APA)

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