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Mysteriöser Todesfall in Salzburg: DNA-Gutachten liegt vor

Die wieder aufgenommenen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Salzburg im mysteriösen Todesfall einer 26-jährigen Salzburgerin, der sich vor 20 Jahren ereignet hatte, sind noch nicht abgeschlossen.

Jetzt liegt aber ein DNA-Gutachten der Gerichtsmedizin Salzburg über die damals gesicherten Beweisstücke vor. Das Ergebnis habe seinen Mandanten nicht weiter belastet, sagte Rechtsanwalt Leopold Hirsch, Verteidiger des erneut in Verdacht geratenen Witwers der Verstorbenen, am Freitag zur APA.

Bisher unbekannte DNA-Spuren gefunden

Bei der DNA-Untersuchung von Gegenständen wie Kleidungsstücke der Toten, ein Geschirrtuch, Flaschen, ein Türschloss, eine Haarspange und Zahnbürsten wurden biologische Spuren von Ermittlern, Rot-Kreuz-Helfern, der Verstorbenen selbst und auch ihrem Ehemann festgestellt. Dass vereinzelt Spuren seines Mandanten gefunden wurden, sei nicht außergewöhnlich, da er ja der Ehemann gewesen sei, betonte der Advokat. Es seien auch Fragmente eines bisher unbekannten Y-DNA-Profils dabei gewesen. Von welcher männlichen Person dieses Profil stammt, wisse man nicht.

Witwer bestreitet Zusammenhang an Todesfall

Der mittlerweile 55-jährige Witwer hatte einen Zusammenhang mit dem mysteriösen Todesfall stets bestritten. "Er war zur Tatzeit nicht am Tatort", sagte Hirsch. Der Verdächtige war am 23. Juli 1993 vom Landesgericht Salzburg in der Causa wegen schwerer Körperverletzung zu einem Jahr bedingter Haft verurteilt worden, doch das Oberlandesgericht Linz sprach ihn mit Urteil vom 20. Dezember 1994 frei. Die Eltern des Opfers strengten seit Ende 2007 eine Wiederaufnahme des Verfahrens an, die aufgrund eines Gutachtens der Salzburger Gerichtsmedizin vom OLG Linz im Herbst 2010 bewilligt wurde.

26-Jährige in Gnigl unter mysteriösen Umständen tot aufgefunden

Die Mutter einer damals eineinhalbjährigen Tochter lag am 2. November 1991 tot in ihrer Wohnung im Salzburger Stadtteil Gnigl. Bei der Obduktion soll eine stumpfe Gewalteinwirkung wie ein gebrochener Ringknorpel festgestellt worden sein. Auf der Stiege zur Wohnung standen zwei mit Benzin gefüllte Bierflaschen, die mit Geschirrtuchstreifen verstopft waren. Daneben lag eine Zigarette, die offensichtlich ausgegangen war. Fünf ärztliche Gutachten konnten damals offenbar nicht klären, woran die junge Mutter zu Allerseelen gestorben war. Das DNA-Gutachten hatte die Staatsanwaltschaft Salzburg beantragt. Ob eine Anklage erhoben wird, ist noch nicht entschieden, die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Die Familie der Verstorbenen hofft, dass der Fall endlich aufgeklärt wird. (APA)

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(Quelle: S24)

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