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Nach Ausschreitungen

Müssen Rudolfskai-Lokale früher zusperren?

Preuner präsentiert Maßnahmenpaket

Einsatz Rudolfskai, Salzburg FMT-Pictures
Nach dem nächtlichen Großeinsatz am Rudolfskai wurde ein Maßnahmenpaket beschlossen.

Nach den Ausschreitungen am Rudolfskai in der Stadt Salzburg hat Bürgermeister Harry Preuner (ÖVP) am Mittwoch ein Maßnahmenpaket präsentiert. Eine Vorverlegung der Sperrstunde wird darin in Betracht gezogen.

Salzburg

"Der Vorfall in der Nacht von Samstag auf Sonntag ging von einigen gewaltbereiten Personen aus", so Preuner. 

Anzeigen nach Ausschreitungen am Rudolfskai

Es seien nach den Ausschreitungen inzwischen einige Anzeigen erfolgt. Nun werde ihre Verkehrszuverlässigkeit überprüft. Unter Umständen droht ihnen der Führerscheinentzug. Sollten alle Maßnahmen nicht greifen, kündigte die Polizei heute erneute Platzverbote an.

"Unsere jetzt beschlossenen Maßnahmen sollen garantieren, dass Menschen, die dort (Rudolfskai, Anm.) ausgehen wollen, dies unbeschwert und risikolos tun können", bekräftigte Preuner in einer Aussendung nach dem Gespräch mit der Polizei und dem Amt für Öffentliche Ordnung. 

Fünf Kontrollen im November angekündigt

Alleine im November sollen fünf Kontrollen die Einhaltung des Jugendschutzes, der Sperrstunden und des Alkoholverbotes vor den Lokalen sicherstellen. Die Stadt nahm heute aber auch die Wirte in die Pflicht.

Die Gastronomen am Kai wurden aufgefordert, gewaltbereiten und amtsbekannten Gästen Hausverbote zu erteilen. Die Türsteher der Bars sollen auch darauf achten, dass Gäste keine Getränke in Gläsern und Flaschen mit ins Freie nehmen. Sollte sich herausstellen, dass in Lokalen "sicherheitspolizeilich relevante Vorfälle ihren Ausgang nehmen", droht den betroffenen Wirten eine Vorverlegung der Sperrstunde.

Konkret hat man sich auf folgende Maßnahmen geeinigt: 

  • Die Gastronomen am Kai sollen gewaltbereiten und amtsbekannten Gästen ein Hausverbot erteilen.
  • Die Türsteher der Lokale werden darauf achten, dass Gäste keine Getränke in Gläsern und Flaschen mit ins Freie nehmen.
  • Schwerpunktkontrollen sollen die Einhaltung des Jugendschutzes, des bestehenden Alkoholverbotes und der Sperrstunden sicherstellen.
  • Ein "Sperrstunden-Monitoring" kommt: Sperrstunden können vorverlegt werden, wenn sich herausstellt, dass in bestimmten Lokalen sicherheitspolizeilich relevante Vorfälle ihren Ausgang nehmen (einschließlich gewerberechtliche Maßnahmen).
(Quelle: SALZBURG24/APA)

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