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Nach Überfall auf Bordell-Manager: Kosovare kam nicht zum Prozess

Die Räuber erbeuteten 30.000 Euro Bargeld. FMT-Pictures/M.W.
Die Räuber erbeuteten 30.000 Euro Bargeld.

Im fortgesetzten Prozess am Salzburger Landesgericht gegen zwei Kosovaren wegen eines bewaffneten Raubüberfalls auf einen Nachtclub-Manager und dessen Lebensgefährtin in Salzburg ist der bereits enthaftete Zweitangeklagte (57) am Donnerstag, zur Verhandlung nicht erschienen.

Laut seinem Verteidiger wird er nach einem Autounfall in Tschechien derzeit in einem Spital behandelt. Das Verfahren gegen den 57-Jährigen werde deshalb ausgeschieden, erklärte die Vorsitzende des Schöffensenates, Richterin Daniela Segmüller.

Erstangeklagter gestand Überfall

Der 33-jährige Erstangeklagte hatte den Überfall vom 27. April 2012 in der Wohnung des Geschäftsmannes bereits am ersten Prozesstag am 15. Jänner 2013 gestanden. Die Räuber erbeuteten 30.000 Euro Bargeld. Als Motiv gab der Fliesenleger Spielschulden an. Vermutlich geht für ihn der Prozess noch heute gegen Abend mit einem Urteil zu Ende.

Kosovare nach Salzburg ausgeliefert

Ein dritter Verdächtiger, der ebenfalls aus dem Kosovo stammt, saß in der Schweiz in Haft. Der 36-Jährige wurde wegen des Prozesses nach Salzburg ausgeliefert. Da die Staatsanwaltschaft noch keine Anklage eingebracht hat, ist der Mann in der Verhandlung am Donnerstag als Zeuge einvernommen worden. Er gestand ein, dass er an dem Überfall auf den Bordell-Manager beteiligt war.

57-Jähriger sei nicht dabei gewesen

Der 36-Jährige entlastete wie sein 33-jähriger Komplize den Zweitangeklagten, der am ersten Prozesstag seine Unschuld beteuert hatte. Der 57-Jährige sei nicht dabei gewesen und habe von dem Raubüberfall auch gar nichts gewusst, sagte der 36-Jährige. Er schilderte dem Gericht, dass der Erstangeklagte eine Frau in einem Wettlokal kennengelernt habe und es durchaus möglich sei, dass diese dem 33-Jährigen auch den Tipp gegeben habe, dass in der Wohnung des Geschäftsmannes in Salzburg angeblich viel Geld und Gold zu holen sei. (APA)

(Quelle: S24)

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