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Neue Heimstätte für Hospiz-Bewegung

m Bild v. li: Labg. Brigitta Pallauf, ÖVP Klubobfrau Gerlinde Rogatsch, Maria Haidinger Obfrau der Hospiz-Bewegung Salzburg, Christian Wintersteller kfm. Geschäftsführer gswb, LH-Stv. David Brenner, LHF Gabi Burgstaller, Stadtrat Johann Padutsch, Stadträtin Claudia Schmidt, Bernhard Kopf techn. Geschäftsführer gswb Christof Eisl Geschäftsführer Hospiz-Bewegung Salzburg. Neumayr/SB
m Bild v. li: Labg. Brigitta Pallauf, ÖVP Klubobfrau Gerlinde Rogatsch, Maria Haidinger Obfrau der Hospiz-Bewegung Salzburg, Christian Wintersteller kfm. Geschäftsführer gswb, LH-Stv. David Brenner, LHF Gabi Burgstaller, Stadtrat Johann Padutsch, Stadträtin Claudia Schmidt, Bernhard Kopf techn. Geschäftsführer gswb Christof Eisl Geschäftsführer Hospiz-Bewegung Salzburg.

Die Hospiz-Bewegung Salzburg hat eine neue Heimstätte gefunden. Das neue Tageshospiz und die Landesleitung werden in ein – derzeit noch landwirtschaftlich gewidmetes – Gebäude der Familie Radauer in Salzburg-Morzg übersiedeln.

„In Zukunft können somit noch umfassendere Betreuungsmöglichkeiten, die Öffnungszeiten von bisher vier auf fünf Tage erweitert sowie verbesserte Arbeitsbedingungen für die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschaffen werden." Dies erklärte Landeshauptfrau Gabi Burgstaller am Montag beim Spatenstich für das neue Tageshospiz.

"Das Land Salzburg trägt 400.000 Euro zu den Gesamtkosten von 2,4 Millionen Euro bei und erhöht auch die Unterstützung für den laufenden Betrieb massiv", so Landeshauptmann-Stellvertreter David Brenner. "Eine sinnvollere Verwendung von Budgetgeldern kann ich mir kaum vorstellen als eine solche, deren zentrales Anliegen die Wahrung der Würde der Menschen bis zuletzt ist", so Brenner.

Erstes Tageshospiz Österreichs

"Mit dem ersten Tageshospiz Österreichs in Salzburg-Morzg konnte die Hospiz-Bewegung Salzburg bereits 2000 einen Ort schaffen, an dem die Urbedeutung von Hospiz als Gastfreundschaft und Herberge lebendig wurde. Es wurde unumgänglich, neue Räumlichkeiten zu finden, die dem Platz- und Betreuungsbedarf entsprechen", so die Landeshauptfrau weiter. Im Tageshospiz werden durch professionelle ärztliche und pflegerische Behandlung und Betreuung körperliche Schmerzen und Beschwerden der Patientinnen und Patienten gelindert sowie seelische Bedürfnisse wahrgenommen. "Die besonders geforderten pflegenden Angehörigen werden während des Aufenthaltes ihrer erkrankten Angehörigen im Tageshospiz von ihrer Betreuungsaufgabe entlastet. Gerade für Schwerstkranke ist es auf dem letzten Stück ihres Lebensweges besonders wichtig und wohltuend, wenn Körper und Seele gepflegt, betreut und behandelt werden, wenn Freud' und Leid ausgesprochen werden dürfen und Gehör finden, wenn sich die betroffenen Patienten als Menschen angenommen fühlen", sagte Burgstaller.

Nach langer Suche hat die Hospiz-Bewegung in Zusammenarbeit mit der Gemeinnützigen Salzburger Wohnbaugesellschaft (gswb) ein in unmittelbarer Nähe zum bestehenden Tageshospiz gelegenes Objekt im Buchholzhofweg gefunden. Aus diesem Gebäude wird in knapp eineinhalb Jahren das neue Tageshospiz entstehen. Der Radauerstall wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet und stellt ein erhaltungswürdiges Gebäude dar. Der geplante Umbau des Radauerstalls als neue Heimstätte für die Hospiz-Bewegung erfolgt mit der gswb als Bauherrin nach den Erfordernissen der Hospiz-Bewegung. Die Planung oblag der gswb, mit der Durchführung wurde Architekt Manfred Scheiber beauftragt. Mit den Bauarbeiten wurde Anfang August 2012 begonnen, die Fertigstellung ist im Herbst 2013 vorgesehen.

Moderne Räumlichkeiten in historischem Gebäude

Die Fassade des Radauerstalls bleibt gleich, das Innenleben des historischen Gebäudes wird aber gemäß den räumlichen Erfordernissen der Hospiz-Bewegung errichtet. Auf insgesamt drei Ebenen – Erdgeschoß, 1. Stock und Dachgeschoß – werden für die ärztliche Pflege und Betreuung der Patienten rund 850 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Eingerichtet werden nicht nur Behandlungs- und Pflege-Räume, sondern auch ein Speisesaal, ein großer Kommunikations- und Begegnungsraum sowie ein "Raum der Stille". Weiters werden Personalräume für die Mitarbeiter, die Büros der Hospiz-Bewegung Salzburg sowie ein Besprechungs- bzw. Veranstaltungsraum untergebracht. Das Tageshospiz wird entsprechend der "Verordnung über die bauliche Errichtung von Krankenanstalten" errichtet und daher barrierefrei sein. Diese barrierefreie Nutzbarkeit wird auch über einen Betten-Aufzug sichergestellt.

Professionelle und ehrenamtliche Begleitung

Der Hospiz-Bewegung Salzburg – Verein für Lebensbegleitung und Sterbebeistand gehören 190 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an, davon 149 Begleiter/innen. Rund 45 Ehrenamtliche sind im Tageshospiz tätig. Der Verein beschäftigt 15 angestellte Mitarbeiter/innen, darunter zwei Ärztinnen und vier Diplompflegekräfte im Tageshospiz sowie sechs Einsatzkoordinatorinnen in den Regionen und zusätzlich drei Einsatzkoordinatorinnen gemeinsam mit der Caritas für mobile Palliativ- und Hospizteams.

(Quelle: S24)

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