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Neuer Beruf der Agrarfachkraft soll Bauern entlasten

Auch der Umgang mit den Schwermaschinen wird erlernt APA (Symbolbild/dpa)
Auch der Umgang mit den Schwermaschinen wird erlernt

Work-Life-Balance ist nicht nur für Städter ein Thema. Auch im ländlichen Raum und konkret in der Agrarbranche wird zunehmend auf ein ausgeglichenes Arbeits- und Freizeitleben geachtet. Zudem ist oft Hilfe notwendig, wenn ein Bauer krank ist, da sich Tiere und Äcker nicht von selbst erhalten. Das neue Berufsbild der Wirtschafts- und Agrarfachkraft soll hier nun Abhilfe schaffen.

Die Absolventen des neuen Ausbildungsangebots, das vom Maschinenring Oberösterreich gestartet wurde, sollen fit sein, um Betriebshilfeeinsätze erfolgreich abzuwickeln. Der Maschinenring bildet unter anderem in Kooperation mit dem BFI binnen zwei Jahren zur Wirtschafts- und Agrarfachkraft aus.

"Das Ziel ist es, das Projekt dann in andere Bundesländer auszurollen. Konkretes Interesse gibt es bereits aus Niederösterreich und Salzburg", sagte Rainer Schöffel am Dienstag zur APA. Zuvor hatte der ORF Oberösterreich berichtet. "Mit der Wirtschaft- und Agrar-Fachkraft unterstützt der Maschinenring Oberösterreich die Spezialisierung der Betriebe", wurde der oberösterreichische Agrarreferent Max Hiegelsberger (ÖVP) in einer Aussendung zitiert. Die Ausbildung ermögliche es, einen vielseitigen Beruf im ländlichen Raum zu ergreifen.

Agrarfachkraft in Salzburg: Guter Wille, nichts Konkretes

Einer Aufwertung der landwirtschaftlichen Ausbildung stehe man prinzipiell positiv gegenüber, heißt es auf SALZBURG24-Anfrage aus dem Büro von Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP). Man verweist aber gleichzeitig auf das ohnehin hohe Ausbildungsniveau in den Salzburger Landwirtschaftsschulen. In den kommenden Wochen soll es einen Termin zwischen Land, Maschinenring und Vertretern der Landwirtschaftsschulen geben, Konkretes gibt es noch nicht.

Was man für den Job lernen muss

Damit man in die Ausbildung zur Wirtschafts- und Agrarfachkraft eintreten kann, muss man zumindest 17 Jahre alt sein. Dann lernt man nicht nur Melk- oder Fütterungstechnik, es geht auch um einen sicheren Umgang mit Tieren und Wissenswertes zu Pflanzen in Theorie und Praxis. Auch Führerscheine für Stapler oder Laufkran können gemacht werden. Auch grundsätzliche handwerkliche Praxis wird erworben. Die gesamte Ausbildung erfolgt in fixer Anstellung mit kollektivvertraglich geregeltem Lohn. Es geht durch die drei Maschinen-Kernbereiche Agrar, Service und Personalleasing, so Schöffel.

Regelmäßig am Hof mitarbeiten

Die Fachkräfte werden mit einem landwirtschaftlichen Betrieb verbunden, um ohne Einarbeitung umgehend einspringen zu können, wenn dies notwendig. Dafür wird alle drei Wochen bei entsprechenden Betrieben mitgearbeitet. So können sich Landwirte laut Maschinenring nicht nur weniger produktive Einschulungszeiten ersparen sondern sich auch vor Produktionsausfällen schützen. Im Notfall kann der Betrieb umgehend weitergeführt und Arbeitsspitzen können abgefedert werden. Urlaub und Erholung werden für Bauern planbarer.

(APA)

(Quelle: S24)

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