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Neuer Fall von Noroviren im Seniorenheim Taxham

Es handelt sich um den zweiten Noroviren-Fall innerhalb einer Woche. APA/dpa/Archiv
Es handelt sich um den zweiten Noroviren-Fall innerhalb einer Woche.

Ein neuer Fall von Noroviren ist am Dienstag in der Stadt Salzburg bekannt geworden. In einem Seniorenheim im Stadtteil Taxham sind offenbar 25 Personen am Virus erkrankt. Erst vergangene Woche war ein anderer Fall von Noroviren im Seniorenheim Hellbrunn bekannt geworden.

25 Personen sind im Seniorenheim im Salzburger Stadteil Taxham an Noroviren erkrankt. Die 20 Bewohner und fünf Mitarbeiter litten, wie bei dem Virus üblich, an starkem Brechdurchfall. Bis zum Dienstagnachmittag waren aber schon wieder alle beschwerdefrei, wie die Stadt Salzburg in einer Aussendung berichtete.

Hygieneplan soll Virenausbreitung verhindern

Der Speisesaal wurde zwischenzeitlich gesperrt, ein spezieller Hygieneplan soll die Ansteckungsgefahr reduzieren. Die Viren würden sich besonders gern beim Wechsel von kaltem auf warmes Wetter verbreiten, erklärt Ernst Hörzing, den Leiter der städtischen Senioreneinrichtungen. Schon vergangene Woche gab es in einem Seniorenheim in Hellbrunn einen Fall von Noroviren. Dort waren 13 Menschen erkrankt.

Noroviren: Hygieneschulungen nicht verpflichtend

NEOS-Klubobmann Sebastian Huber, selbst niedergelassener Internist, nimmt das als Anlass, verpflichtende Hygieneschulungen zu fordern. „Wie ich aus einer Anfragebeantwortung an die ressortzuständige Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer in Erfahrung gebracht habe, ist die Teilnahme an den Hygieneschulungen und Präventionsmaßnahmen des Magistrates nicht verpflichtend. Die Anzahl jener Mitarbeiter, die an den angebotenen Hygieneschulungen teilgenommen haben, ist in den letzten Jahren sogar rückläufig. Im Durchschnitt ging die Teilnahme vom Jahr 2014 auf das Jahr 2015 um 12 % zurück“, stellt er gegenüber SALZBURG24 klar.

Er will damit nicht die Mitarbeiter in Seniorenwohnhäusern schlechtreden, sondern Verbesserungspotenzial aufzeigen. 280 Menschen seien zwischen 2011 und 2015 in Salzburger Seniorenheimen an Noroviren erkrankt, stellt Huber klar. „Gerade für ältere und geschwächte Menschen kann der Norovirus eine lebensgefährliche Erkrankung darstellen.“

Gegen die Noroviren-Infektion gibt es übrigens keine Impfung. Eine Übertragung erfolgt ausschließlich über Tröpfchen- bzw. Schmierinfektion (Ausscheidungen, Erbrochenes) – nicht über die Luft.

(Quelle: S24)

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