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Neuer PMU-Rektor will Forschung stärken

Wolfgang Sperl übernimmt Medizinische Privatuniversität

Wolfgang Sperl PMU/wildbild
Wolfgang Sperl übernimmt das Amt des Rektors an der PMU.

Die Stärken stärken: Das ist das Ziel des neuen Rektors der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) Salzburg. Wolfgang Sperl, bisher Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde in Salzburg, hat am 1. Juni das Amt des Rektors angetreten. Uniklinikum und PMU sollen zu einem gemeinsamen Campus zusammenwachsen, sagte er am Mittwoch bei der Präsentation seiner Prioritäten.

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Er übernehme ein gut bestelltes Haus, erklärte Sperl. Zuvor hatte Herbert Resch 18 Jahre lang die 1999 gegründete Privatuniversität geleitet. Die PMU hat derzeit mehr als 1.500 Studierende, 21 Universitätsinstitute, drei große Forschungszentren und vier Forschungsprogramme. Sie bietet die Studienrichtungen Humanmedizin, Pflegewissenschaften und Pharmazie an. Diese Kombination sei ideal, weil die Studierenden voneinander lernen und Gräben zwischen den Berufsgruppen abgebaut werden. Für die 75 Plätze, die pro Studienjahr in Humanmedizin vergeben werden, haben sich heuer knapp 1.200 junge Menschen beworben. "So viele wie noch nie", sagte Sperl.

Die Forschung am Standort weiter zu stärken, ist eines der Anliegen des neuen Rektors. Die Universität sei nicht nur auf die Biowissenschaften konzentriert, sondern habe auch einen Fokus auf den sozialen Aspekten. So habe die Versorgungsforschung im Bereich Public Health in Salzburg großes Potenzial. Diesen biopsychosozialen Zugang wolle er im Forschungsbereich noch stärker einfließen lassen, kündigte Sperl an. Enger zusammenarbeiten will der neue Rektor mit der Paris Lodron Universität, der Fachhochschule Salzburg und der Universität Mozarteum. Auch der zweite Standort der PMU am Klinikum Nürnberg habe im Forschungsbereich noch viel Potenzial, ist der Mediziner sicher. So könnten bei klinischen Studien die Kräfte gebündelt und große Fallzahlen erreicht werden.

Sperl wünscht sich mehr Geld für Forschung

Der Rektor will auch die Professionalisierung der jungen Universität vorantreiben. Im Rahmen der derzeit laufenden Reakkreditierung wird es eine Modernisierung der Lehre geben. So soll das Diplomstudium Humanmedizin in ein Bachelor- und Masterstudium umgewandelt werden. Die Möglichkeiten der Digitalisierung könnten noch stärker genützt werden. Vorgestellt wurde bei dem Termin der XR-Student – eine Plattform, die Virtual-Reality-Lehrveranstaltungen und Livestream-Übertragungen ermöglicht. Der XR-Student soll auch für Operationskurse genutzt werden.

Von der Salzburger Politik wünscht sich Sperl mehr Geld für Forschungsvorhaben am Uniklinikum Salzburg. Das Land stellt für die Privatuniversität jährlich zwei Mio. Euro zur Verfügung, bis 2025 wird der Betrag schrittweise auf drei Mio. Euro aufgestockt. Insgesamt verfügt die Universität über ein Budget von 26,3 Mio. Euro. Ein Drittel stammt aus Studiengebühren, ein weiteres Drittel kommt von Sponsoren. Der Rest sind Forschungserlöse, sonstige Erträge und die Basisförderung des Landes

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 11.07.2020 um 11:20 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/neuer-pmu-rektor-will-forschung-staerken-88720735

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