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Neutor-Sperre ist fix

Neue Regelung wohl ab Mai

Der Planungsausschuss der Stadt Salzburg hat am Donnerstagnachmittag nach kurzer und heftiger Debatte mehrheitlich die Sperre des Neutors für den privaten Autoverkehr beschlossen. Die SPÖ, die grüne Bürgerliste und die NEOS stimmen für die Maßnahme für weniger Verkehr in der Innenstadt, ÖVP und FPÖ dagegen. Damit wurde die Sperre mit sieben zu drei Stimmen abgesegnet.

Salzburg

Das Neutor wird damit voraussichtlich ab Ende Mai nicht mehr für den motorisierten Individualverkehr benutzbar sein. Nach fünf Monaten soll eine Evaluierung der Sperre erfolgen. Die Befürworter der Maßnahme rechnen mit 7.000 Autofahrten weniger pro Tag in der Innenstadt - eine Verkehrsreduktion um rund zwei Drittel. Dafür werde sich auf einigen wenigen Routen der Ausweichverkehr zunächst erhöhen. "Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass die Mehrbelastung mit der Dauer der Sperre abnimmt", sagte Planungsstadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste).

Verkehrsführung Neutor Stadt Salzburg
So soll die neue Verkehrsführung aussehen.

ÖVP ortet "Wahlkampftaktik"

Die ÖVP warfen dem Grünpolitiker in der Diskussion heute "Wahlkampftaktik" wenige Wochen vor den Gemeinderatswahlen am 10. März vor. Die Sperre würde nur zu einer Verlagerung des Verkehrs auf andere Stadtteile führen. "Der Verkehr wird zusammenbrechen. Die Leute lassen sich das nicht gefallen", sagte etwa Klubobmann Christoph Fuchs. Padutsch konterte, in dem er ÖVP-Bürgermeister Harald Preuner und seiner Partei schon im Vorfeld der Abstimmung vorwarf, wider besseren Wissens mit völlig veralteten Zahlen aus dem Jahr 2013 Panikmache zu betreiben. Im Stadtteil Lehen sei überhaupt nicht mit Verschlechterungen zu rechnen und der Stadtteil Maxglan werde insgesamt sogar profitieren. "Kaum ist der Kurz beim Trump, gibt's in der ÖVP schon Fake-News", teilte Padutsch knapp mit.

Historisch gesehen war das Salzburger Neutor ganz am Anfang ein einfacher Stollen. Hier erfahrt ihr, was sich im Laufe der Geschichte alles verändert hat:

Gepostet von SALZBURG24 am Donnerstag, 21. Februar 2019

Bürgermeister Preuner hat ungeachtet der heutigen Entscheidung bereits angekündigt, nach der Wahl den neuen Gemeinderat noch einmal mit der Sperre des Neutors befassen zu wollen. Am 10. März steht fest, wie die Kräfteverhältnisse im neuen Stadtparlament für die kommenden fünf Jahre aussehen werden.

Kurzparkzone in Schallmoos

Neben der Neutor-Sperre wurde auch die Einführung einer gebührenfreien Kurzparkzone samt zugehöriger Bewohnerparkzoneim Stadtteil Schallmoos einstimmig beschlossen.Im nächsten Schritt wird auch das Gebiet westlich der Bahn in Gnigl und Parsch in eine Kurzparkzone umgewandelt. Vorbild ist hierbei die Regelung in Teilen der Alpenstraße in Salzburg-Süd.

(APA/S24)

(Quelle: SALZBURG24)

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