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Niki-Pleite: Acht Flugverbindungen ab Salzburg betroffen

Am Montag startete der letzte Niki-Flieger in Salzburg. Haute-Christian Dittrich/dpa via AP/Archiv
Am Montag startete der letzte Niki-Flieger in Salzburg.

Die Niki-Pleite sorgt seit Mittwochnachmittag auch am Salzburger Flughafen für Unklarheiten. Die Verbindungen der insolventen Fluglinie wurden mit sofortiger Wirkung ersatzlos gestrichen, wie Flughafensprecher Alexander Klaus im Gespräch mit SALZBURG24 schildert. Am Donnerstag hätte eine Niki-Maschine Richtung Hurghada (Ägypten) starten sollen.

Insgesamt betrifft es am Salzburger Flughafen acht Verbindungen pro Woche, die Niki bislang bedient hat: Neben zwei Flügen nach Hurghada gab es bislang einen Flug nach Arrecife-Fuerteventura, einen Flug nach Las Palmas, drei Flüge nach Mallorca und einen Flug nach Teneriffa. Die wirtschaftlichen Folgen des Niki-Aus für den Flughafen Salzburg seien momentan noch nicht absehbar. "Wir müssen einmal bis Mitte Jänner abwarten, wie sich der Markt arrangiert", so Klaus. Möglicherweise könnten Lücken von anderen Fluglinien geschlossen werden.

Letzter Niki-Start am Montag in Salzburg

Die letzte Niki-Maschine ist in Salzburg am Montag um 8.45 Uhr zum sogenannten Dreiecksflug nach Arrecife und Teneriffa gestartet. Einen Rückflug wird es allerdings nicht mehr geben.

Für gestrandete Passagiere, die sich derzeit im Ausland befinden, soll es eine Rückholaktion geben. Das sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums am Donnerstag zur APA. Entgegen erster Schätzungen von etwa 10.000 Passagieren sind "nur" knapp über 5.000 betroffen, die nach Österreich zurückgeholt werden sollen. Im ersten Schritt werde versucht, Niki-Passagiere auf bestehenden Flügen anderer Airlines unter zu bringen. Damit sei bereits begonnen worden. Sollten diese Kapazitäten nicht reichen, werde man zusätzliche Charterflüge bei der AUA (Austrian Airlines) in Auftrag geben, so Sprecher Andreas Strobl.

Niki Ð Betroffene Mitarbeiter und Kunden Salzburg24
Niki Ð Betroffene Mitarbeiter und Kunden

Direktbucher könnten auf Kosten sitzen bleiben

Urlauber, die eine Pauschalreise gebucht hätten, seien durch ihren Reiseveranstalter abgesichert, sagt Felix König, Obmann des Fachverbands der Reisebüros in der Wirtschaftskammer, gegenüber SALZBURG24. Hier seien die Veranstalter in der Verantwortung, sich um eine Alternative zu kümmern. Priorität hätten jene, die auf einen Rückflug angewiesen sind. In weiterer Folge werde man sich um Passagiere kümmern, die über Weihnachten und Neujahr Flüge gebucht haben, erst dann folgen Kunden mit späteren Reiseterminen.

Prekär sehe es laut König hingegen für Niki-Kunden aus, die direkt bei der Fluglinie gebucht hätten. „Die Tickets haben ihre Gültigkeit verloren. Es besteht auch kein Anspruch auf einen Ersatz“, informiert er. Sie müssen sich nun selbst um einen Alternativflug kümmern. Beim Rückflug sind sie dazu gezwungen, beim Hinflug drohen des Weiteren hohe Stornokosten der Ferienunterkunft, macht die Arbeiterkammer Oberösterreich in einer Aussendung aufmerksam.

Kosten für ungültige Tickets bei Niki zurückfordern

Das bereits bezahlte Geld für die Niki-Flüge könnten Betroffene aber in weiterer Folge beim Masseverwalter einfordern. „Ob man etwas bekommt, ist aber fraglich“, gibt es sich König vage. Zur Anmeldung der Forderungen muss auch noch investiert werden: Die Gebühr in Österreich beträgt derzeit 22 Euro.

(APA/SALZBURG24)

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