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Nissenstraße soll verlegt werden: Initiative "Unser Gneis" steigt auf Barrikaden

Statt der geplanten Verlegung der Nissenstraße fordert die Bürgerinitiative "Unser Gneis" die Errichtung eines Kreisverkehrs. "Unser Gneis"
Statt der geplanten Verlegung der Nissenstraße fordert die Bürgerinitiative "Unser Gneis" die Errichtung eines Kreisverkehrs.

Die Bürgerinitiative „Unser Gneis“ steigt auf die Barrikaden. Nach eigenen Angaben will die Initiative „alles tun“, um die von der Stadt Salzburg geplante Verlegung der Nissenstraße zu verhindern. Stattdessen soll an der Kreuzung Nissen-, Altmann- und Berchtesgadenerstraße ein Kreisverkehr errichtet werden. Nun startet „Unser Gneis“ eine Bürger-Umfrage.

Mit dem Bau eines Alten-Wohnprojektes im Bereich der Santnergasse im Salzburger Stadtteil Gneis will die Stadt Salzburg die Nissenstraße verlegen – die bestehende Straße soll zu einem Geh- und Radweg umgebaut werden. Diese Verlegung kostet rund 1,2 Millionen Euro – Geld, das nach der Bürgerinitiative „Unser Gneis“ rausgeschmissen ist. „Die Verlegung ist völliger Unfug. Ein Gutachten bestätigt, dass durch die Verlegung der Nissenstraße mehr Lärm und mehr Abgase verursacht werden. Zudem wird dadurch Gneiser Grünland zerstört“, sagte am Donnerstag Peter Bankhammer, Obmann der Bürgerinitiative bei einer Pressekonferenz.

Kreisverkehr statt neuer Nissenstraße

Statt der Verlegung der Nissenstraße soll – wenn es nach der Bürgerinitiative geht – ein Kreisverkehr an der Kreuzung Berchtesgandener- Nissen- Altmannstraße errichtet werden, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. „Die Kreuzung ist gefährlich und unübersichtlich“, so Bankhammer. „Dort kommt es immer wieder zu Unfällen. Wir könnten damit die Geschwindigkeiten der Autos verlangsamen, die Einfahrt der Kreuzung erleichtern und weitere Unfälle vermeiden, so die Argumente der Bürgerinitiative für den Kreisverkehr.

 "Unser Gneis" startet Bürger-Umfrage

Doch bei der Stadt Salzburg stößt die Bürgerinitiative auf taube Ohren. Bürgermeister Heinz Schaden will die Verlegung der Nissenstraße durchziehen und hat die Errichtung eines provisorischen Kreisverkehrs, initiiert von Baustadträtin Claudia Schmidt, blockiert. Auf Anfrage von SALZBURG24 vor einigen Wochen zu diesem Thema meinte Schaden: „Das ist beschlossene Sache und darüber gibt es nichts zu diskutieren“. Nun startet die Bürgerinitiative eine Bürger-Umfrage und hofft, mit dem Ergebnis Bürgermeister Heinz Schaden noch einmal umstimmen zu können. „Das Stadtrecht ist gegen die Bürger. Irgendwo müssen wir anfangen“, sagte Gabriele Waach, Schriftführerin der Initiative. Die Entscheidung des Bürgermeisters für die Verlegung der Nissenstraße hätte nichts mit Logik zu tun, meint Waach.

251 ausgefüllte Umfrage-Bögen reichen aus, um bei Bürgermeister Heinz Schaden vorzusprechen, so die Initiative. „Wir gehen aber davon aus, dass wir deutlich mehr haben werden“, so Bankhammer. Alle, rund 6000 Gneiser, erhalten den Befragunsbogen per Postwurf oder können im Internet unter www.unsergneis.net abstimmen. Die Umfrage zu den Themen Nissenstraße und Kreisverkehr dauert zwei Monate.

(Quelle: S24)

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