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ÖBB bekommt harte Konkurrenz von WESTbahn

Bahnfahrer der Westbahnstecke können ab 11. Dezember 2011 zwischen ÖBB und dem neuen privaten Anbieter WESTbahn wählen. Beide Anbieter reagieren mit kundenorientierten Maßnahmen.

Die ÖBB sieht die neue Konkurrenz WESTbahn durchaus positiv. „Wettbewerb hat generell positive Auswirkungen, da Konkurrenten dadurch angetrieben werden noch intensiver auf Kundenwünsche einzugehen und bestmögliche Verbesserungen durchzuführen. Ich denke, beide Bahngesellschaften können voneinander profitieren. Die wahre Konkurrenz für uns ist der Pkw“, so Rene Zumtobel, Pressesprecher der ÖBB im Gespräch mit SALZBURG24. Das Ziel der ÖBB ist es, bestmöglich auf Kundenwünsche einzugehen und viele neue Kunden für das Bahnfahren zu begeistern. Deshalb gibt es für alle Bahnfahrer seit September 2011 ein Billigticket um 19 Euro von Salzburg nach Wien. Das Ticket muss mindestens drei Tage vor Reiseantritt über das Internet erworben werden und gilt für schwach ausgelastete Züge. Dafür ist keine Vorteilskarte nötig und Kinder unter 15 Jahren können kostenlos mitreisen. „Das Ticket wurde seit September insgesamt 170.000 Mal verkauft und zieht besonders viele Neukunden an“, meint Rene Zumtobel. Kunden profitieren vom Wettbewerb zwischen ÖBB und WESTbahn Auf Grund der Neueröffnung des Westbahnhofes am Mittwoch, gibt es ab sofort  von der ÖBB „Ab in den Westen" Tickets aus ganz Österreich nach Wien um 15 Euro. Die Auflage beträgt 25.000 Tickets, die Fahrscheine gelten von Montag bis Donnerstag und nach Weihnachten auch an Samstagen. Zumtobel betont im Gespräch mit SALZBURG24, dass zukünftig alle Railjets wieder mit Bordrestaurants und bis Ende 2012 sogar mit W-LAN ausgestattet sein werden. Verschiedene Reisesnacks gibt es ab sofort um 2,90 Euro im Zug zu kaufen.  Als Gegenangebot bietet die WESTbahn nun ein "Ab in die WESTbahn"-Ticket um 7,50 Euro mit einer Auflage von 7500 Tickets für jede beliebige Einzelfahrt. Das Angebot ist ab 24. November buchbar und gilt bis 31. Jänner an jedem beliebigen Tag. "Wieder einmal zeigt sich, der Kunde profitiert vom Wettbewerb", so WESTbahn Geschäftsführer Stefan Wehinger. Die feinen Unterschiede zwischen ÖBB und WESTbahn Täglich fahren 72 Direktzüge der ÖBB zwischen Salzburg und Wien in beide Richtungen. Das sind deutlich mehr, als von der WESTbahn angeboten werden wird. Zudem fährt die ÖBB auch ins Ausland zum Beispiel nach Zürich oder Budapest und bringt ihre Fahrgäste schneller ans Ziel als die Konkurrenz. Die WESTbahn stellt dafür eigene Raucherbereiche im Zug zu Verfügung. Zumtobel sieht das im Gespräch mit SALZBURG 24 nicht als Problem für die ÖBB: „Wir haben seit 2007 keine Raucherabteile mehr. Damals wurde eine Kundenbefragung durchgeführt bei der sich etwa 80 Prozent gegen Raucherabteile aussprachen. Wir nehmen die Wünsche unserer Kunden ernst und haben durch diese Maßnahme keinen Kundenrückgang verzeichnet.“ Ob die WESTbahn damit Erfolg hat, wird sich in der Zukunft zeigen.
(Quelle: S24)

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