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Öffis in Salzburg ab 1. Juli erheblich teurer

Die Salzburg AG erhöht ab Sonntag dem 1. Juli die Preise für die Öffis in der Stadt Salzburg. Erhöhungen um bis zu 45 Prozent erregen die Gemüter.

Besonders die Preise im Bus, also die Tickets die man beim Buslenker kauft, sind um ein Vielfaches gestiegen. Erste Kritik kommt seitens der Salzburger Grünen. "Wenn diese Tariferhöhungen die Antwort der Salzburg AG auf die Verkehrsprobleme der Stadt sind, dann ist das der blanke Hohn. Derart saftige Preissteigerungen sind kein Beitrag zur Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs, eine solche Tarifgestaltung ist eine Vertreibungsaktion." Mit diesen Worten kommentiert LAbg. Astrid Rössler, Landessprecherin der Salzburger Grünen, die per 1. Juli ins Haus stehenden Tariferhöhungen für die Stadtbusse. Besonders betroffen sind Jugendliche und Senioren, für letztere erhöhen sich die Bustickets sogar um bis zu 45 Prozent.

Jugendliche zahlen mehr für Öffis

Die Jugendtarife (für 15- bis 19-Jährige) stiegen um bis zu 14 Prozent, was für Rössler "ein katastrophales Signal" ist: "Wer sich mit jungen Menschen unterhält, weiß: Für diese Gruppe, die ja in der Regel nicht über ein eigenes Einkommen verfügt, stellen hohe Buspreise eine besondere Einschränkung ihrer Mobilität dar. Wenn wir junge Menschen für den öffentlichen Verkehr gewinnen wollen, dann müssen wir das endlich über attraktive Angebote tun. Der neue Tarifplan der Salzburg AG ist mit Sicherheit kein attraktives Angebot."

 Senioren zahlen bis zu 45 Prozent mehr

Noch dramatischer fällt die Kostensteigerung für Senioren aus. Hier gehören die besonders begünstigten Tarife der Vergangenheit an, die Senioren-Tarife wurden kurzerhand an die – ohnehin zu hohen – Ticketpreise der Jugendlichen angepasst. "Ältere Leute zahlen für die Fahrt mit dem Stadtbus ab Sonntag – je nach Ticket - zwischen 22 und 45 Prozent mehr. Das ist eine völlig unverhältnismäßige Erhöhung", kritisiert Rössler in einer Aussendung.

SSV will Busfahrer entlasten und Pünktlichkeit der Öffis fördern

Das kennt man von überall, dass es zu Anpassungen kommt, so Dietmar Katholnig vom Salzburger Verkehrsverbund (SSV) im Gespräch mit SALZBURG24. "Verkehrsunternehmen müssen auch wirtschaftlich reagieren". Die Steigerung der Betriebskosten von sechs Prozent soll mit der Erhöhung der Ticketpreise ausgeglichen werden, so Katholnig. Laut SVV wurde versucht, die Preise der Vorverkaufstickets so günstig wie möglich zu halten. Dafür wurden aber die Fahrkarten, die man beim Busfahrer löst teurer. Damit will der SSV die Salzbrugerinnen und Salzburger anregen, die Bustickets mehr im Vorverkauf zu kaufen. Das würde die Busfahrer entlasten und die Pünktlichkeit der Busse verbessern, hieß es.
(Quelle: S24)

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