Jetzt Live
Startseite Stadt
Stadt

Osterfestspielaffäre: Staatsanwaltschaft erwägt zwei Anklagen

Eineinhalb Jahre hat die Staatsanwaltschaft Salzburg in der Causa "Osterfestspielaffäre" wegen ungereimter Geldflüsse von rund zwei Millionen Euro ermittelt. Jetzt liegt zur Osterfestspielaffäre ein "Vorhabensbericht" der Behörde auf dem Tisch.

In dem „Vorhabensbericht“ steht geschrieben, dass der ehemalige Geschäftsführer der Osterfestspiele, Michael Dewitte und der ehemalige Technische Direktor der Sommerfestspiele, Klaus K., wegen des Verdachtes der Untreue bzw. der Beitragstäterschaft angeklagt werden sollen. Die Staatsanwaltschaft geht vorerst von einem Gesamtschaden in der Höhe von 657.000 Euro aus, wie Mediensprecherin Barbara Feichtinger am Donnerstag der APA bestätigte.

Mehrere Verfahrenseinstellungen Die Staatsanwaltschaft hatte gegen insgesamt 14 Verdächtige ermittelt. Die Malversationen sollen im Zeitraum von 1997 bis Dezember 2009 erfolgt sein. Gegen sechs Beschuldigte wurde das Strafverfahren bereits eingestellt. Dabei handelte es sich um fünf Kontrollorgane des Festivals und um eine Protokollchefin. Die Anklagebehörde hat nun weitere Verfahrenseinstellungen vor: Diese betreffen eine Angehörige von Dewitte und ein Ehepaar aus Niederösterreich, das mit Klaus K. befreundet war. Weiters wurde das Strafverfahren gegen drei Geschäftsführer von zwei Zulieferfirmen wegen des Verdachtes der betrügerischen Krida zulasten des Salzburger Festspielfonds ausgelagert. Der Vorhabensbericht der Staatsanwaltschaft muss noch von der Oberstaatsanwaltschaft Linz und dem Justizministerium in Wien abgesegnet werden. Es können auch noch Ermittlungsergänzungen angeordnet werden.

Völlig neue Struktur nach Auffliegen der Osterfestspielaffäre Nach dem Auffliegen der Affäre wurden die Osterfestspiele dann im Vorjahr auf völlig neue Beine gestellt: Stadt, Land und die Salzburger Land Tourismus Gesellschaft (SLTG) stiegen in die Gesellschaft ein und halten seither je 20 Prozent, die Stiftung "Herbert von Karajan Osterfestspiele" verfügt über 25 Prozent und der Verein der Förderer der Osterfestspiele über 15 Prozent. Die Berliner Philharmoniker waren in den Prozess dieses Umbaus eingebunden und sind seither auch im Aufsichtsrat vertreten. (APA)
(Quelle: S24)

Aufgerufen am 24.02.2021 um 06:42 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/osterfestspielaffaere-staatsanwaltschaft-erwaegt-zwei-anklagen-59278495

Kommentare

Mehr zum Thema