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Osterfestspiele 2013: Konzert für Salzburg und „niedrigere Preise“

Die Neuheiten im Programm der Osterfestspiele Salzburg 2013wurden am Mittwoch bei einer Pressekonferenz vorgestellt. Trotz „Vergünstigung“ der Eintrittskarten für die Osterfestspiele 2013, kostet die teuerste Karte immer noch 490 Euro.

Die Struktur mit zwei Durchgängen von je einer Oper plus zwei Konzerte bleibt gleich. Statt der Berliner Philharmoniker aber wird die Staatskapelle Dresden spielen. Am Pult und künstlerisch verantwortlich: Christian Thielemann. Ab 2013 soll bei den Salzburger Osterfestspielen eine neue Ära anbrechen, die heute, Mittwoch, Mittag bei einer Pressekonferenz eingeläutet wurde. Ein Signal der Erneuerung setze das Nobel-Festival in Sachen Kartenpreisen - die wurden um durchschnittlich 6,5 Prozent reduziert.

Teuerste Opernkarte kostet 490 Euro

Die teuerste Opernkarte kostet 2013 "nur" noch 490 Euro (2012: 510 Euro). Relevanter aber wirkt ein "Konzert für Salzburg", das Intendant Peter Alward und der neue künstlerische Leiter Christian Thielemann als spezielles Angebot an das Salzburger Publikum verstanden wissen wollen. "Die Preisgestaltung der Osterfestspiele hat uns ein negatives Image als elitäres Hochpreisfestival eingebracht", erläuterte Alward. Diese "mentale Kluft" soll jetzt verringert und überbrückt werden. Die Eintrittskarten für dieses "Konzert für Salzburg" im Großen Festspielhaus sind tatsächlich günstig, sie kosten von zehn bis 70 Euro. Zu erleben sind dafür gleich zwei Dirigenten, nämlich Thielemann selbst sowie der erste Gastdirigent der Dresdner, Myung-Whun Chung. Auf dem Programm stehen je zwei Ouvertüren bzw. Vorspiele der beiden Geburtstagskinder Richard Wagner und Giuseppe Verdi, nämlich von "Tannhäuser", "Tristan", "Traviata" und "Macht des Schicksals". Damit aber noch nicht genug der Ouvertüren. In den regulären Doppelkonzerten wird 2013 jene des "Freischütz" zu hören sein, dazu kommen Gustav Mahlers 1. Symphonie, das "Deutsche Requiem" und die vierte Symphonie von Brahms, zwei Klavierkonzerte von Beethoven mit Evgeny Kissin und Yefim Bronfman sowie eine Uraufführung von Hans Werner Henze. "Zu viel Intellektuelles macht müde", so Thielemann zu seinem Programm, "und zu viel Kulinarik macht zu satt". Mit dieser Programmwahl werde eine Tradition in Salzburg fortgeführt, nämlich jene, "auf höchste Qualität zu beharren", erklärte der Stardirigent. "Es ging nicht zuletzt darum, die Sächsische Staatskapelle Dresden in ihrer ganzen Pracht vorzustellen", so Thielemann, der die besondere Haltung zum Klang und die Tradition des neuen "Salzburger Oster-Orchesters" hervorhob. "Genau wie die Wiener Philharmoniker hat fast jeder zweite Dresdner Orchestermusiker eine böhmische Großmutter. Auch Richard Strauss selbst fühlte sich mit genau diesen beiden Orchestern besonders wohl. Beide Klangkörper sind sowohl Opern- als auch Konzert-Orchester und klingen homogen, rund, flexibel und nie zu laut." Der "Parsifal" 2013 wird von Michael Schulz in Szene gesetzt werden. Dieser Regisseur werde vor der großen Bühne des Festspielhauses nicht kapitulieren, sondern den Raum nützen und nicht zubauen. "Die erste Bauprobe war bereits, die Leute werden wirklich was zu sehen bekommen".

Vorverkauf für Salzburger Osterfestspiele 2013 läuft

Ulrike Hessler, Intendantin der Dresdner Semperoper, sagte, die Zusammenarbeit der Partnerstädte Salzburg und Dresden sei ein doppeltes Wunder. "Erstes haben sich alle wesentlichen Termine in unüblich kurzer Planungszeit koordinieren lassen. Zweitens ist vom ersten Moment an eine künstlerische Seelenverwandtschaft zwischen Osterfestspielen und Semperoper zu spüren gewesen." Der Vorverkauf für die Salzburger Osterfestspiele 2013 läuft ab sofort. Nur das "Konzert für Salzburg" wird erst ab Oktober angeboten. Geschäftsführer Bernd Gaubinger betonte, dass die Osterfestspiele ihren Aufwand für Verwaltung und Organisation von 1,5 auf eine Mio. Euro reduziert hätten. Das Gesamtbudget der Osterfestspiele beträgt fünf Mio. Euro. Die öffentliche Hand bezahlt 450.000 Euro und trägt eventuelle Ausfälle bis zu einer Million. (APA)
(Quelle: S24)

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