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Wir zeigen euch das neue Paracelsusbad

Was lange währt, wird endlich gut

Wenn am 12. Oktober Salzburgs modernstes Schwimmbad seine Türen erstmals für die Bevölkerung öffnet, ist das auch ein emotionaler Moment. Lange Zeit hat Salzburg auf das elegante Schwimmbad mitten im Kurgarten gewartet.

Salzburg

Hinter dem Projekt stecken zudem harte Zahlen: 778.000 Arbeitsstunden wurden in Planung und Realisierung von rund 100 Unternehmen getätigt. Diese kommen zu 98 Prozent aus Österreich. 

Ein Haus mit Geschichte

Salzburgs Bürgermeister Harald Preuner verbindet mit dem Paracelsus Bad & Kurhaus vor allem Kindheitserinnerungen. „Hier habe ich Schwimmen gelernt“, so der ressortzuständige Politiker. „Als Kind habe ich auch oft dem Training von Sprungstar Niki Stajkovic am 3m-Brett zugesehen.“ Mit diesem Bezug freut er sich besonders, das moderne Gebäude mit der auffallenden Architektur von Berger+Parkkinen am 11. Oktober offiziell zu eröffnen. „Ich bin wirklich froh darüber, dass wir mit dem Abschluss der Bauarbeiten eine rund zwanzigjährige Diskussion zu einem guten Ende bringen konnten und die Salzburger nach langer Wartezeit ein neues Hallenbad haben, das wirklich ‚alle Stückln‘ spielt“, so Preuner. „Mein persönlicher Dank gebührt an dieser Stelle Johann Padutsch, der als Planungsstadtrat mit fachlichen Inputs im Lenkungsausschuss das Projekt begleitet hat.“

Paracelsusbad: Die Zahlen

Heinz Roßmann, der als Ziviltechniker seit April 2014 für das Projektmanagement verantwortlich zeichnete, verweist darauf, dass bei modernen Bauwerken wie dem Paracelsus Bad & Kurhaus neben einer Fülle an Plandarstellungen auch die zahlreichen Berechnungen von Statik, Bodenmechanik, Hydrotechnik, Lüftung und Klimatechnik, Elektrotechnik und Betriebsorganisation von immenser Bedeutung sind. „Eine wesentliche Rolle für die Projektsteuerung spielen die Berechnungen der auszuführenden Mengen und zugehörigen Kosten und nicht zuletzt der nötigen Kapazitäten, um hierauf basierende Terminpläne erstellen zu können“, sagt Roßmann. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit seien mehrere bedeutende Gewerke bis zu drei Mal ausgeschrieben worden, um den vorgegebenen Kostenrahmen halten zu können. Von den Aufträgen an rund 100 Unternehmen (Firmen und Konsulenten) wurden rund 14 Prozent an Unternehmen der Stadt und zwölf Prozent an Unternehmen im Land Salzburg vergeben, 72 Prozent an Unternehmen aus Restösterreich und nur zwei Prozent an die Nachbarländer Deutschland und Italien. Den Zeitaufwand hinter dem Bau beziffert Roßmann mit etwa 778.000 Arbeitsstunden.

Prestigeprojekt mit Geschichte

Das Projekt „Paracelsus Bad & Kurhaus neu“ startete im März 2012 mit der Auslobung eines zweistufigen EU-weiten Realisierungswettbewerbs. Die eigentlichen Planungen begannen im Mai 2015, Baubeginn war im Oktober 2016 mit der Errichtung eines Provisoriums für die Aufrechterhaltung des Kurbetriebs und dem Abbruch des alten Paracelsusbades. Die Arbeiten am Neubau begannen im Frühjahr 2017. Am 27. September 2019 wurde das Gebäude der Leitung der Tourismus Salzburg GmbH (TSG) übergeben, die als Betreiber des Bades fungiert. „Die an diesem Bau beteiligten Personen und Firmen aber auch die dafür verantwortliche städtische Immobiliengesellschaft SIG haben hervorragende Arbeit geleistet. Der TSG als Betreiber ist für die perfekte Vorarbeit für einen gelungenen Start zu danken“, sagt Vizebürgermeister Bernhard Auinger.

Finanzielle Punktlandung

Das Paracelsus Bad & Kurhaus bietet vielseitige Angebote unter einem Dach: Saunawelt, Badelandschaft und die Kuranwendungen ergeben in vielerlei Hinsicht ein Leuchtturmprojekt der Stadt. Der Gemeinderat hatte Errichtungskosten von knapp 58 Mio. EUR bewilligt und das Bad zum größten kommunalen Bauprojekt der jüngeren Geschichte gemacht. Der Kostenrahmen wurde exakt eingehalten. „Dass wir finanziell so gut gewirtschaftet haben, ist ein sehr gutes Signal nach außen. Mit dem Bad konnten wir zeigen, dass wir Dinge erfolgreich und planmäßig umsetzen“, sagt Bgm. Preuner. Auch Vbgm. Auinger ist stolz auf das Projekt: „Für Projekte dieser Größenordnung einen Lenkungsausschuss mit allen Verantwortlichen einzurichten, hat sich mehr als bewährt.“

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 18.10.2019 um 08:27 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/paracelsusbad-in-salzburg-oeffnet-seine-pforten-77477401

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