Jetzt Live
Startseite Stadt
Stadt

Park & Ride-Lösung für Innenstadtsperre: Padutsch vs. "Stau in Salzburg"

Die geplante Innenstadtsperre in den Sommermonaten erregt auch weiterhin die Gemüter – vor allem wenn es um die Frage nach dem passenden Park & Ride-Projekt dazu geht. So plädiert die Facebook-Gruppe „Stau in Salzburg“ für eine Erweiterung der Lokalbahn bis zum Messezentrum, Planungsstadtrat Johann Padutsch sieht hier jedoch keinen Bedarf.

„Wenn man eine Innenstadtsperre für die Stadt Salzburg durchsetzten will, muss ein richtiges Park & Ride-Konzept dazu her und das hat Padutsch bis dato noch nicht vorgelegt“, kritisiert Peter Harlander, Initiator der Facebook-Gruppe „Stau in Salzburg“ den Bürgerlisten-Stadtrat.

Harlander: Lokalbahnanbindung an Messezentrum

Die Lösung wäre seiner Meinung nach ganz einfach: Harlander setzt sich nämlich für die Anbindung der Lokalbahn ans Messezentrum ein. Mit einer unterirdischen Verlängerung der Bahn bis zum Mirabellplatz (ein Projekt, das schon länger diskutiert wird), könnten Touristen, aber auch Einheimische bei einer Innenstadtsperre bequem am Messezentrum parken und via Lokalbahn direkt ins Stadtzentrum fahren, beschreibt Harlander das Projekt. Dieses schienengestützte Park & Ride-System könnte zum Beispiel unter anderem über die Bundesförderung finanziert werden, so Harlander.

Padutsch: "Park-&Ride-Lösung mit Shuttelbussen ausreichend"

Planungsstadtrat Johann Padutsch hält aber an dem bisherigen Park & Ride-Projekt, das die Touristen mit Shuttelbussen vom Messezentrum  in die Stadt Salzburg bringt, fest. „Das, was wir jetzt haben funktioniert ja“, meint Padutsch. Zugegebenermaßen müsse die Information an die Autofahrer durch Besseres Zusammenarbeiten mit der Polizei und Autobahnwegweiser noch verbessert werden. Das schienengestützte Park &Ride-Projekt hält Padutsch zwar für „überlegenswert“, aber für momentan „nicht machbar“, da dies einen Vorlauf von mehreren Jahren benötigen würde.

Padutsch versus "Stau in Salzburg": Eine unendliche Geschichte?

Zudem wolle er sich von der Facebook-Gruppe „Stau in Salzburg“ nicht irritieren lassen, da dies mit Sicherheit eine parteipolitische Initiative aus der ÖVP sei, meint Padutsch. In verkehrstechnischen Fragen gab es in der Vergangenheit schon öfters Zanck zwischen dem Bürgerlisten-Stadtrat und der Facebook-Gruppe unter Peter Harlander.

Rudolfskai-Busspur als Auslöser

Begonnen hatte alles mit der Diskussion um die Busspur am Rudolfskai – die ja mittlerweile wieder entfernt wurde. Peter Harlander wollte damals mit der Facebook-Gruppe „auf die Verhinderungspolitik in Salzburg“ aufmerksam machen  und hatte innerhalb kürzester Zeit 1.000 Fans. Mittlerweile zählt die Gruppe schon knapp 9.300 Fans. „Mit diesem enormen Zuspruch habe ich gar nicht gerechnet“, freut sich Harlander. Stadtrat Padutsch sieht die Gruppe als Angriff gegen seine Person: „Die Ziele die „Stau in Salzburg“ anfangs verfolgte sind ‚Autofahrer müssen zu ihrem Recht kommen‘ und ‚Padutsch muss weg‘.“ Irritieren lasse er sich dadurch aber nicht, meint Padutsch. „Ich handle sowieso nach meinem besten Wissen und Gewissen“, sagt der Stadtrat. In einem Punkt sind sich die beiden „Verkehrs-Kontrahenten“ jedoch einig: Sowohl Padutsch, als auch Harlander stellen einen enormen Gestaltungswillen der Bevölkerung als auch den Wunsch der Salzburger nach einer Veränderung fest. Und genau das ist es, worum es doch eigentlich gehen sollte... .
(Quelle: S24)

Aufgerufen am 25.06.2019 um 01:38 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/park-ride-loesung-fuer-innenstadtsperre-padutsch-vs-stau-in-salzburg-59322949

Kommentare

Mehr zum Thema