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Parteiinterne Streitereien auch beim Team Stronach in Salzburg

Unstimmigkeiten bei Mayr und Naderer. APA/Gindl
Unstimmigkeiten bei Mayr und Naderer.

Nach der Spaltung der Freiheitlichen in Salzburg offenbaren sich auch beim Team Stronach Unstimmigkeiten. Auslöser sind die bereits mehrfach geäußerten Überlegungen von Landesrat Hans Mayr, bei der Wahl 2018 mit anderem Partei-Namen anzutreten. Parteichef Helmut Naderer sieht hingegen "derzeit keinen Handlungsbedarf" in diese Richtung.

Gleich mehrere Medien berichteten dieser Tage, dass sich Mayr klar von der Mutterpartei abgrenzen und die Salzburger Partei weiterentwickeln wolle. Mehrmals war auch von einer eigenen Partei die Rede.

Namensänderung vorerst nicht angedacht

Doch genau das dementierte der Landesrat am Dienstag im APA-Gespräch: Er habe nie gesagt, eine neue Partei gründen zu wollen. Da sei er falsch interpretiert worden. Und bis zum Ende der Legislaturperiode werde es auch sicher keine Umbenennung des Landtagsklubs geben, denn man sei den Wählern in der Pflicht, ruderte er am Dienstag etwas zurück.

"Der Fokus liegt jetzt auf der Regierungsarbeit und der Sachpolitik. Aber nebenbei muss ich mir natürlich Gedanken machen, wie finde ich Leute, die künftig mitmachen. Viele Menschen sprechen mich an und sagen, sie wollen uns unterstützen, aber zum Team Stronach wollen sie nicht gehen", so der Landesrat. "Was ist, wenn es das Team Stronach 2018 gar nicht mehr gibt oder Frank Stronach die Verwendung seines Namens nicht mehr erlaubt? Natürlich muss ich mir da Gedanken machen, welche Form wir finden und wie wir uns weiterentwickeln."

Naderer: Mayr agiert im Alleingang

Parteichef und Klubobmann Helmut Naderer sieht derweil überhaupt keinen Handlungsbedarf. Mayrs "Vorstoß" sei mit den Abgeordneten nicht akkordiert. Gegenüber der APA sagte Naderer am Dienstag, die Sache sei Mayr offenbar spontan eingefallen. "Das Team Stronach bleibt so wie es ist." Vor gut einem Jahr klang Naderer noch anders: Das Team Stronach in Salzburg müsse "schleunigst einen Selbstfindungsprozess" anstrengen, sagte Naderer nach den Salzburger Kommunalwahlen im März 2014. "Man muss Themen finden, die wieder ein Alleinstellungsmerkmal haben". Und auch heute räumte der Parteichef zumindest ein, dass es bis zur Wahl noch eine lange Zeit sei. "Was bis 2018 alles sein wird, weiß heute kein Mensch. Es kann sich noch so viel ergeben."

Einen offenen Konflikt zwischen ihm und dem Klub bzw. Naderer sieht Mayr nicht: "In Sachen Regierungsarbeit sind wir durchaus geschlossen. Und dass es zu verschiedenen Dingen verschiedene Zugänge gibt, ist ein anderes Thema." Die Überlegungen Richtung kommender Wahl seien seine eigenen, "es ist aber überhaupt kein Problem, wenn mehrere Personen die Dinge anders sehen".

(APA)

(Quelle: S24)

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