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"Reorganisation"

Puma streicht Jobs am Salzburger Standort

Ein Drittel der 95 Angestellen betroffen

Puma, SB APA/dpa
Puma in Salzburg wird umstrukturiert. (SYMBOLBILD)

Der Sportartikelkonzern Puma will den Standort Salzburg restrukturieren. Bis Mitte kommenden Jahres könnten bis zu einem Drittel der zurzeit rund 95 Beschäftigten ihren Arbeitsplatz verlieren, sagte am Dienstagnachmittag Gerald Forcher, Geschäftsführer der GPA-djp in Salzburg, zur APA.

Salzburg

Die Mitarbeiter sind heute Vormittag von der Geschäftsleitung über die Pläne informiert worden.

Puma kündigt Reorganisation in Salzburg an

In einer Pressemitteilung der Konzernmutter in Deutschland kündigte Puma eine Reorganisation in der Mozartstadt mit 1. Jänner 2020 an. Salzburg ist die Zentrale für Osteuropa, den Mittleren Osten und Afrika (EEMEA). Diese Austria Puma Dassler GmbH soll sich künftig "wieder auf das Kerngeschäft des Standorts fokussieren: die operative Betreuung der Distributoren in Afrika, Osteuropa, Zentralasien und Israel." Bisher war Salzburg auch für den Einkauf der Tochtergesellschaften in der Region verantwortlich und hat Produktbestellungen der Tochtergesellschaften bei der globalen Einkaufsgesellschaft Puma International Trading platziert.

Sozialplan für Betroffene

Im Zuge dieser Maßnahmen sollen laut Puma Arbeitsplätze in den Bereichen Einkauf, Customer Service und Lager wegfallen. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen Verhandlungen mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter an. "Wenn man sieht, was gestrichen werden soll, kommen wir auf rund ein Drittel der bisherigen Belegschaft", sagte Forcher. Auch vonseiten der Gewerkschaft sei es das Ziel, für die betroffenen Mitarbeiter einen Sozialplan auszuverhandeln.

AK Salzburg betroffen

Auch Peter Eder, Salzburg AK-Chef, zeigte sich betroffen von der Nachricht. Nach den Jobverlusten bei der Oberndorfer Druckerei und bei Moser Trachten sei dies eine weitere Hiobsbotschaft für den Salzburger Arbeitsmarkt. „Ich appelliere an die Geschäftsführung, sich ihrer Verantwortung gegenüber den Beschäftigten nicht zu entziehen. Es braucht einen guten Sozialplan, um das Schlimmste abzufedern“, erklärt AK-Präsident und ÖGB-Landesvorsitzender Peter Eder.

„Ich kann absolut nicht verstehen, dass bei einer Mitarbeiterehrung vor wenigen Wochen der Standort und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch in höchsten Tönen gelobt und diese jetzt vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Die Beschäftigten haben sich auf jeden Fall mehr Respekt und Wertschätzung verdient. Ein weiteres Negativbeispiel dafür, wie große Konzerne mit ihren Beschäftigten umgehen“, so Eder. 

(Quelle: APA/SALZBURG24)

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