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Pyrotechnikverbot

Fünf Gründe zum Feiern ohne Raketen

20121221_PD3109.HR.jpg APA/Herbert Pfarrhofer/Archiv
In der Stadt Salzburg ist das Abfeuern von Feuerwerkskörpern heuer zu Silvester nicht erlaubt. (SYMBOLBILD)

In der Stadt Salzburg werden heuer erstmals keine privaten Feuerwerke erlaubt sein. Vielen Pyrotechnik-Liebhabern wird dies nicht gefallen. In einer Aussendung beschreibt die Stadt Salzburg nun fünf Punkte, warum Feiern ohne Feuerwerk sinnvoll sei.

Salzburg

Unter das Verbot fallen Raketen und Böller der Kategorie F2 und höher. Diese waren zuvor noch erlaubt, heuer macht Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) allerdings keine Ausnahme mehr. Der Verzicht auf Pyrotechnik soll laut Aussendung der Stadt vor allem Kinder, ältere Menschen, Haus- und Wildtiere vor dem Lärm schützen.

Hohe Schadstoff-Belastung durch Feuerwerkskörper

Durch das Abfeuern von Feuerwerkskörpern steige zudem die Schadstoffbelastung um das 6.000-fache an. Bei der Verbrennung würden Schwermetall-Partikel wie Barium, Strontium und Kupfer freigesetzt. Die Teilchen gelangen dann offenbar durch die Atmung in die Lunge.

In der Silvesternacht entsorgen die Müllbusters der Stadt Salzburg jährlich 30 Tonnen Müll. Durch liegengelassene Plastikkappen und Rückstände der Feuerwerkskörper steige zudem die Gefahr, dass Tiere diese fressen, was zu Vergiftung bis hin zum Tod führen könne.

 

Schlechter ökologischer Fußabdruck

Laut Aussendung sei auch auf den ökologischen Fußabdruck zu achten: Die Feuerwerkskörper würden zum Großteil aus China stammen, wo sie zu Billigstlöhnen hergestellt und um die halbe Welt transportiert würden.

Zehn Millionen Euro würden die Österreicher jährlich für Kracher & Co ausgeben. Dieses Geld könnte man laut Stadt Salzburg auch anders verwenden.

Silvester: Maßnahmen in der Stadt Salzburg

  • Es wird keine Verkaufsmöglichkeiten für Raketen und Böller auf öffentlichen Grund (im Besitz der Stadt) geben. 
  • Es wird Schwerpunktkontrollen durch Mitarbeiter der Stadt geben, ob dieses Verkaufsverbot eingehalten wird.
  • Die Stadt sucht den Dialog, in dem sie über die heurige Situation aufklärt. So gibt es für Hausverwaltungen und -Betreuungen Informations-Material zum Aushängen an den schwarzen Brettern in Wohnanlagen. 
  • Im Jänner wird die Situation analysiert und für das nächste Jahr geplant. 
(Quelle: SALZBURG24)

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