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Rekord-Einsatz für Winterdienst in Salzburg

In der Stadt Salzburg gab es für den Winterdienst noch nie einen derartig großen Einsatz wie in der Nacht von Montag auf Dienstag.

Wegen der "sibirischen Kälte" und des Schneefalls hat der Magistrat der Stadt Salzburg den bisher personalintensivsten Räumungsdienst in diesem Winter verzeichnet. Von Montag, 23 Uhr, bis Dienstag, um 13 Uhr seien 85 Tonnen Streusalz und 185 Tonnen Splitt gestreut worden, sagte ein Sprecher von Bau-Stadträtin Claudia Schmidt (V) zur APA. 110 Männer der Bauregie und Reinigung standen im Einsatz. Am Dienstagmorgen waren die Fahrbahnen noch rutschig, weil das Salz aufgrund der Kälte erst gegen 11.00 Uhr zu wirken begann.

"Morgendliches Chaos"

Ein Polizist der Verkehrsleitzentrale des Landespolizeikommandos sprach von einem "morgendlichen Chaos" auf Salzburgs Straßen, sowohl in der Stadt als auch auf dem Land. Die winterlichen Fahrverhältnisse führten zu längeren Staus im Berufsverkehr. "Es herrschte großteils Schneefahrbahn, auch auf den Autobahnen. Es kam zu mehreren Unfällen, die meisten endeten mit Blechschäden."

Winterdienst und Pannenhelfer im Großeinsatz

Alle Hände voll zu tun hatten nicht nur die Mitarbeiter der Straßenräumung und die Pannenhelfer der Autofahrerclubs, sondern auch die Installateure. Der Grund: Bei der Eiseskälte waren zahlreiche Wasserleitungen und Rohre eingefroren. "Wir sind nur mehr für Notfälle unterwegs, für unsere Baustellen-Kunden haben wir momentan keine Zeit", schilderte Andreas Huber vom Installationsbetrieb "Energietechnik Huber" in Hof bei Salzburg (Flachgau) der APA. Der Firmenchef verzeichnet seit einer Woche täglich mindestens 20 Noteinsätze, zehn seiner Mitarbeiter sind nahezu rund um die Uhr mit Auftaugeräten unterwegs, um in den Gebäuden eingefrorene Wasserleitungen und eingefrorene Heizkörper instand zu setzen.

Kälte lässt Heizkörper gefrieren

"Wenn es draußen so kalt ist, soll man die Räume nur kurz lüften, sonst kann auch das Wasser im Heizkörper gefrieren", sagte der Installateurmeister. Die Installateure tauten eingeeiste Unterflurkonvektoren in Wintergärten auf und erwärmten das vereiste Kaltwasser von Waschmaschinen, Waschbecken und WC-Anlagen in Häusern und Containern. Bei einer Tankstelle in Fuschl war eine Waschanlage eingefroren. "Vor gut zehn Jahren ist es ebenfalls so rund gegangen wie jetzt", sagte Huber. Ob sich die Einsätze positiv auf das Geschäft auswirken, bezweifelt er. Ist der Noteinsatz erledigt, habe die Bezahlung der Reparatur nicht immer oberste Priorität. (APA)

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(Quelle: S24)

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