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Restaurierte Orgelwalze für Hellbrunn

Pünktlich zum Saisonstart am Donnerstag präsentieren die Wasserspiele Hellbrunn viele neue Attraktionen.

Heuer wird „400 Jahre Erzbischof Markus Sittikus“ mit einer Ausstellung im Salzburger Dommuseum gefeiert. Auch Hellbrunn erweist seinem Erbauer alle Ehre. Und präsentiert zum Saisonstart am 29. März gleich ein ganzes Bündel an neuen Attraktionen. „Erstmals bieten wir allen unseren Gästen ein kostenloses Hellbrunn-‚Kino’ an“, sagt Ressortchef Bürgermeister-Stellvertreter Harry Preuner. „In dem 15-Minuten-Streifen mit englischen Untertiteln, der nonstop im Gewölbe neben dem Shop läuft, erfährt man viel über Markus Sittikus und die mythologischen Gestalten, die die Wasserspiele bevölkern. Außerdem vermittelt er einen Blick hinter die Kulissen. Alles Dinge, die den Rahmen einer üblichen Führung sprengen.“ Hergestellt wurde der Film kostenneutral vom städtischen Info-Z.

Gutschein-Aktion: Günstig in die Hellbrunner Wasserspiele

Was Preuner zusätzlich freut: Bereits zum dritten Mal legt die Firma Spar Gutscheine für die Wasserspiele auf. „Das kommt besonders unseren Einheimischen zugute. Von 26. bis 31. März werden 200.000 Gutscheine in den Lebensmittelmärkten ausgegeben. Bis November kann man damit um nur zwei Euro die Wasserspiele besuchen.“ Ein weiteres „Zuckerl“, das allerdings nur bei Exklusiv-Führungen (285 €; bis 30 Personen) zu haben ist, verbirgt sich neuerdings hinter der Vogelsanggrotte: „Wir renovieren den Technikbereich und machen ihn um 15.000 € als Schauraum herzeigbar“, erläutert Schlosshauptfrau Ingrid Sonvilla. Dort wird ja mit einer wasserbetriebenen Mechanik jenes Gezwitscher erzeugt, das der vorgelagerten Grotte Ihren Namen gibt.

100.000 Euro für Orgel-Restaurierung

Mit 100.000 € größter Brocken im Erneuerungsbudget war die Restaurierung der Orgelwalze des Mechanischen Theaters. „Das gute Stück ist noch original aus dem Jahr 1750“, so Gartenamtschef Wolfgang Saiko. Drei Musikwerke von anno 1850 befinden sich darauf. Damals war die Ursprungsbestiftung abgeschnitten, die Oberfläche geschliffen und mit den neuen Stücken versehen worden. Während der Saison ist das wertvolle historische Instrument extremen Belastungen ausgesetzt: 70 bis 100 Mal wird die Orgel täglich mit Wasser angetrieben gespielt. Bereits Abnützungen oder Unschärfen der Stifte von ein bis zwei Millimeter machen sie unspielbar. Die beauftragten Spezialisten der Firma Bodem haben die Walze schonend konserviert und instand gesetzt. Die originalen Arrangements der Werke wurden erhalten und nur wo nötig ergänzt. Dazu bediente man sich modernster Computer- und Tonstudiotechnik. Saiko: „Wir haben jetzt quasi ein Computer-Abbild der auf die Walze gesetzten Musikinformation. Das Besondere dabei: Es gibt Töne, die von keinem der Werke angespielt werden. Das bestätigt eine Vermutung in der Instrumenten-Chronik: Ursprünglich konnte die Orgel wohl auch manuell wie eine richtige Pfeifenorgel mit Klaviatur gespielt werden.“ Mehr Details zur Restaurierung HIER.

Statt Handwerkerlied erklingt Mozart

Dank Restaurierung ist es nun auch wieder möglich „Reich mir die Hand mein Leben“, das Duett aus Mozarts „Don Giovanni“, zu spielen. Bisher mussten Besucher mit einem Handwerkerlied vorlieb nehmen, denn durch heraus gefallene Stifte und Deformierungen war Mozart nur schlecht spielbar. Restauriert wurden nebst der Orgel auch die Nischenmalerei in der Kronengrotte (25.000 €), die grotesken „Türsteher“ und Tier-Skulpturen bei der Neptungrotte sowie die Statue der Diana im Schlosspark (30.000 €). Aktuell werden noch Stiege im Schloss und Boden der Neptungrotte durch Aufrauen rutschfest gemacht. „Summa summarum haben wir über den Winter rund 200.000 € in Erneuerungen und Verbesserungen für die etwa 280.000 Besucher pro Jahr investiert“, so Ressortchef Harry Preuner abschließend.
(Quelle: S24)

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